{"id":1695,"date":"2016-07-24T12:04:48","date_gmt":"2016-07-24T10:04:48","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?page_id=1695"},"modified":"2016-07-24T12:08:28","modified_gmt":"2016-07-24T10:08:28","slug":"ablauf-der-korrespondenz-in-chronologischer-reihenfolge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?page_id=1695","title":{"rendered":"Ablauf der Korrespondenz in chronologischer Reihenfolge"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Umweltmeldung an das BW Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 13.04.2016 | 17.01 Uhr<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>ForstBW charakterisiert Waldbiotope als \u201e\u00d6kologische Kleinode des Waldes\u201c und behauptet : \u201eDer nachhaltige Schutz und die Pflege dieser sensiblen Waldbereiche sind \u00fcber die ordnungsgem\u00e4\u00dfe forstliche Bewirtschaftung gew\u00e4hrleistet\u201c. Diese Aussagen sind zwar im Prinzip richtig, ForstBW handelt aber nicht (mehr) nachhaltig, nicht einmal der Schutzstatus von \u00a7 30 BNatSchG. bewahrt ein Waldbiotop vor Befahrung und Zerst\u00f6rung. Beispiel : Waldbiotop Nr.7429 6019-96 im Staatswald bei Ammerbuch- Entringen im Sch\u00f6nbuch.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von:<\/strong> Ditzenbach,<br \/>\n<strong>Gesendet:<\/strong> Montag, 2. Mai 2016 10:43<br \/>\n<strong>Betreff:<\/strong> Umweltmeldung Nr. 2016-04-037 Zerst\u00f6rung von Waldbiotopen durch Befahrung<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kunz,<\/p>\n<p>der Sachverhalt zu o. g. Umweltmeldung stellt sich aus unserer Sicht wie folgt dar:<\/p>\n<ul>\n<li>Bei dem gemeinten Biotop handelt es sich um die Biotopnummer 7419:6019:96 und nicht wie von Ihnen gemeldet die Nr. 7429<\/li>\n<li>Das Biotop ist ein Nebenarm des Arenbachs mit dem Biotoptyp Flie\u00dfgew\u00e4sser mit stellenweiser naturnaher Begleitvegetation<\/li>\n<li>In den an das Gew\u00e4sser angrenzenden Waldbest\u00e4nden wurde im vergangenen Winter Holz genutzt, der Bach bzw. das Biotop waren dadurch nicht direkt ber\u00fchrt<\/li>\n<li>Bei der Ma\u00dfnahme wurden u.a. Nadelh\u00f6lzer, die das Biotop \u201egest\u00f6rt\u201c haben, entfernt<\/li>\n<li>Sollte doch durch das Holzr\u00fccken der Bach betroffen worden sein bzw. sollte vereinzelt noch Kronenmaterial im Bach liegen, wird die Untere Forstbeh\u00f6rde ggfs. diese \u201eSch\u00e4den\u201c bzw. das Material beseitigen<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Sehr geehrte Frau Ditzenbach, sehr geehrter Herr Lunkenheimer,<\/p>\n<p>wir m\u00f6chten auf die Sichtweise des Landratsamtes T\u00fcbingen wie folgend antworten:<\/p>\n<p>Bei der Angabe des Biotops handelt es sich wie Frau Ditzenbach schreibt, tats\u00e4chlich um\u00a0 das Biotop mit der Nummer 7419:6019:96. Wir haben die Nummer, nicht aber das Biotop falsch angegeben.<\/p>\n<p>Das Biotop tr\u00e4gt die Bezeichnung \u201eNebenb\u00e4che zum Arenbach NO Entringen, 3 T\u201c. Es ist in Y-\u00e4hnlichen Armen im Gel\u00e4nde ausgebildet, eine der beiden Schr\u00e4gen ist abgeknickt und en\u00ad\u00addet in einem Y-\u00e4hnlichen Ausl\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Aus den an beide Arme angrenzenden Waldbest\u00e4nden wurde im vergange\u00adnem Winter Holz ent\u00adnommen. Dabei wurde das Biotop, anders als im Schreiben des Land\u00adratsamtes darge stellt in seinem n\u00f6rdlichen Teil mit der Folge schwerer Bodensch\u00e4den befahren.<\/p>\n<p>Nicht erw\u00e4hnt wird: Im s\u00fcdlichen Teil ist das Bachbett durch Befahrung betroffen.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahme mit den Folgen der Befahrung wird wie folgend begr\u00fcndet: es seien \u201est\u00f6rende\u201c Nadelh\u00f6lzer entnom\u00admen worden. Was ist gemeint? Wobei st\u00f6rt Altholz, wenn die im Abschnitt reichlich vorhandene Nadelholz-Verj\u00fcngung nachwachsen wird?<\/p>\n<p>In den Wasserl\u00e4ufen befindet sich Kronenmaterial.<\/p>\n<p>Wir verweisen erneut und nachdr\u00fccklich auf die den Beteiligten vorliegende Umweltmel\u00addung. Zusammenfassend stellen wir fest, dass die Antwort des Landratsamtes, die von Frau Ditzenbach vorgetragen wird, den Kern der Umweltmeldung ignoriert. Auf die in BIOTOP 7419:6019:96, als einem \u2026\u201c\u00f6kologischen Kleinod\u201c, <a href=\"http:\/\/www.forstbw.de\/schuetzen-bewahren\/waldschutzgebiete\/waldbiotope.html\">http:\/\/www.forstbw.de\/schuetzen-bewahren\/waldschutzgebiete\/waldbiotope.html<\/a> vorgefundenen Befahrungssch\u00e4den wird nicht eingegangen, die Wasserl\u00e4ufe, das Biotop, so die Darstellung des Landratsamtes, seien von der Holzentnahme nicht direkt ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Deshalb schlagen wir einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Umwelt\u00admel\u00adde\u00ad\u00adstelle und des Landratsamtes vor.<\/p>\n<p>Aus unserer Sicht widerspricht die Anlage der R\u00fcckegasse und die aus der Befah\u00adrung ent\u00adstan\u00ad\u00ad\u00addene Sch\u00e4digung des Bodens im Biotop dem Verst\u00e4ndnis eines nachhaltigen Schutzes und Pflege sensibler Waldberei\u00adche. Die Entscheidung das Bachbett im Waldbiotop zu befah\u00adren ist nicht nachvollziehbar. Den Schutz und die Pflege des (r) Waldbiotops(e) \u00fcber ord\u00adnungsgem\u00e4\u00dfe Forst\u00adwirt\u00adschaft gew\u00e4hrleisten zu wollen gen\u00fcgt nicht, wie dies die Sch\u00e4den deutlich werden lassen.<\/p>\n<p>Deshalb schlagen wir erneut die Einf\u00fchrung von witterungs- und bodenab\u00adh\u00e4ngigen Grenzwerten f\u00fcr die Befahrung vor.<\/p>\n<p>Das Holz h\u00e4tte man, um Sch\u00e4den im n\u00f6rdlichen Teil zu vermeiden, \u00fcber einen bereits vor\u00adhan\u00addenen Maschi\u00adnen\u00ad\u00adweg dem Biotop entnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zur Versendung der Stellungnahme des Landratsamtes durch Frau Ditzenbach wurde die falsche E-Mail Adresse eingesetzt. Wir haben die Antwort des Landratsamtes \u00fcber Herrn Lunkenheimer und da nur auf Nachfrage erhalten.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nInitiative Waldkritik<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 19.05.2016 um 09:12 schrieb Ditzenbach, Lena:<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kunz,<\/p>\n<p>das von Ihnen benannte Biotop verl\u00e4uft im Grenzbereich zwischen dem Staatswald und dem Gemeindewald Ammerbuch. Bei beiden Waldbesitzern sind im letzten Winter in diesem Bereich Holzernteeins\u00e4tze gelaufen, im Staatswald wurde auf einer Teilfl\u00e4che vor zwei Jahren eine weitere Holzeinschlagsma\u00dfnahme durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Von der unteren Forstbeh\u00f6rde wurde die Situation vor Ort in den letzten Tagen gesichtet. \u00a0Im Gemeindewald Ammerbuch wurde im letzten Winter in einer Klinge mit einer R\u00fcckemaschine durch ein dort kaum wasserf\u00fchrendes Bachbett gefahren, ebenso im Staatswald bei dem Einsatz vor 2 Jahren. Die UFB ist der Meinung, dass dadurch das Biotop nicht besch\u00e4digt bzw. zerst\u00f6rt wurde. Ansonsten liegt teilweise noch Reisigmaterial im Bereich des Bachbettes. Eine Beseitigung des Materials w\u00e4re sehr aufw\u00e4ndig, von daher wird es dort als Totholz belassen.<\/p>\n<p>Da das Biotop sehr weitl\u00e4ufig und verzweigt ist, m\u00f6glicherweise nur einer der beiden Waldbesitzer \u201egemeint\u201c ist und ein Teil der Holzerntema\u00dfnahmen schon l\u00e4nger zur\u00fcckliegt, m\u00f6chten wir Sie bitten, uns in einer gro\u00dfma\u00dfst\u00e4blichen Karte die von Ihnen beanstandeten Punkte und Bereich genau einzuzeichnen und uns diese zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage k\u00f6nnen wir gerne einen gemeinsamen Ortstermin durchf\u00fchren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Schreiben vom 23.05.2016<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Ditzenbach, sehr geehrter Herr Lunkenheimer,<\/p>\n<p>angef\u00fcgt \u00fcbersenden wir Ihnen unsere Antwort auf das Schreiben des LA T\u00fcbingen vom 19.05.2016.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p>Sehr geehrte Frau Ditzenbach,<\/p>\n<p>sehr geehrte Frau B\u00fcrgermeisterin Halm,<br \/>\nsehr geehrter Herr Lunkenheimer,<\/p>\n<p>herzlichen Dank f\u00fcr die Antwort des LA T\u00fcbingen. Wir entnehmen dem Schreiben die Zu\u00adstim\u00admung zu folgenden Merkmalen unserer Umweltmeldung.<\/p>\n<p>Der kursiv gesetzte Text ist unsere Antwort auf divergierende Inhalte. Wir sind der Auffas\u00adsung, dass eine Umwelt\u00admeldung nicht den Austausch von Meinungen sondern die Feststel\u00adlung und Bewertung von Tatsachen zum Gegenstand hat.<\/p>\n<p>Das LA T\u00fcbingen best\u00e4tigt die Umweltmeldung, Biotopnr: 7419:6019:96.<\/p>\n<p>Die UFB best\u00e4tigt die Holzentnahme im vergangenen Winter aus dem Biotop und seiner Umgebung und erweiternd den Zeitraum der Holzentnahme auf das Vorjahr 2014\/2015.<\/p>\n<p>Die UFB r\u00e4umt die Befahrung des Bachbettes im Biotop bei der Holzr\u00fcckung ein und l\u00e4sst uns \u00fcber Sie wissen, dass man der Meinung sei, das Biotop sei weder besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>In Ihrer Mail vom 2. Mai wollen Sie festgestellt haben, wir geben dies nachdr\u00fccklich zu beden\u00adken, dass eine direkte Ber\u00fchrung des Baches und des Biotops nicht stattgefunden h\u00e4tte. Wie erkl\u00e4ren Sie die unterschiedlichen \u00c4u\u00dferungen?<\/p>\n<p>Warum antworten Sie nicht auf unseren\u00a0 Hinweis von Befahrungssch\u00e4den im n\u00f6rdlichen Arm des Biotops?<\/p>\n<p>Weiter m\u00f6chten wir Sie bitten uns Antwort auf die Frage zu geben, ob Vertreter der Naturschutz\u00adbeh\u00f6rde des LA T\u00fcbingen, das Biotop in Augenschein genommen habe, oder ob Sie sich lediglich auf die Bewertung der UFB verlassen.<\/p>\n<p>Wir bitten um die Mitwirkung eines unabh\u00e4ngigen Gutachters, weil wir der Auffassung sind, dass die Forstverwaltung nicht objektiv handeln wird.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Die UFB best\u00e4tigt, dass sich Reisig im Bachbett bef\u00e4nde, die Beseitigung sei sehr aufw\u00e4n\u00addig, man wolle es deshalb als Totholz belassen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>In Ihrer Mail vom 2. Mai hatten Sie Kronenmaterial genannt, das man beseitigen wolle. Was hat Sie bewogen Ihren Standpunkt zu \u00e4ndern? Wir denken, Kronenmaterial im Bachbett st\u00f6rt die ge\u00adsch\u00fct\u00adzte Tier- und Pflanzenwelt des Biotops. Totholz geh\u00f6rt nicht in den Wasserlauf, au\u00dfer\u00addem be\u00adwirkt das Reisig Stauungen und damit vermehrte Erosion bei erh\u00f6htem Wasserauf\u00adkom\u00admen- Starkregen, Sommergewitter, Schneeschmelze.<\/p>\n<p>Wir bitten um Antwort auf die Frage, warum die besondere Situa\u00adtion des Biotops bei der Holzentnahme schlagtechnisch unber\u00fccksichtigt geblieben ist- Kronenmaterial in den Bachlauf geraten ist?<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Die waldbauliche Ma\u00dfnahme wird mit dem Wortlaut, \u201eEntfernung von Nadelholz die das Biotop \u201egest\u00f6rt\u201c haben\u201c begr\u00fcndet.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Da uns der Wortsinn, \u2026Nadelholz h\u00e4tte das Waldbiotop gest\u00f6rt, nicht gel\u00e4ufig ist, bitten wir darum uns dies am Beispiel der Ma\u00dfnahme im vorliegenden Biotop zu erl\u00e4utern.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Sie schreiben uns weiter, Voraussetzung f\u00fcr den vorgeschlagenen Vor-Ort-Termin sei die Anfertigung einer Skizze mit dem Eintrag der Schadorte. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchren Sie Lage und Zuord\u00adnung des Biotops zu den entsprechenden Besitzern und l\u00e4nger zur\u00fcckliegende Holzent\u00adnahmen an.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir werden Frau Halm, B\u00fcrgermeisterin von Ammer\u00adbuch \u00fcber die von uns veranlasste Um\u00adwelt\u00admeldung unterrichten. Die Befahrungs\u00adsch\u00e4den bestehen unabh\u00e4ngig von einem Kar\u00adten\u00adeintrag. Wir sind der Auffassung, dass ein Eintrag, ein Doku\u00adment, Sache von Fachleuten ist. Wir gehen davon aus, dass die Sch\u00e4den sowohl der UFB und dem f\u00fcr den Einschlag verant\u00adwort\u00adlichen Revier\u00adf\u00f6rster im Biotop bekannt sind. Die Be\u00adwirtschaftung des Gemeindewaldes wird von Forst BW vorgenommen.<\/p>\n<p>Wir bitten Sie um die \u00dcberlassung einer \u201egro\u00df\u00adma\u00dfst\u00e4blichen Karte.\u201c<\/p>\n<p>Wir schlagen erneut einen Ortstermin unter Teilnahme aller beteiligten Waldbesitzer, jedoch ohne Bedingungen vor, da die Sch\u00e4den einfach zu lokalisieren sind.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 24.05.2016 um 15:04 schrieb Ditzenbach, Lena:<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kunz,<\/p>\n<p>gerne k\u00f6nnen wir einen gemeinsamen Ortstermin durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Allerdings bin ich erst ab dem 13.06. wieder im B\u00fcro erreichbar.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Karte reicht es aus, wenn die \u201egemeinten\u201c Punkte und Bereiche auf einer topographischen Karte oder auf der Freizeitkarte des Landkreises eingezeichnet sind. Die Eintragung sollte uns rechtzeitig vor dem Ortstermin vorliegen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Sehr geehrte Frau Ditzenbach,<br \/>\ndanke f\u00fcr Ihre Antwort und ihre Zusage zu einem gemeinsamen Ortstermin. Eine Karte mit der Eintragung der Holzentnahme bitten wir Sie bei der UFB am Landratsamt anzufordern. Der Beh\u00f6rde sind die Entnahmestellen und die Anlage der R\u00fcckegassen bekannt-diese werden durch den Revierf\u00f6rster dokumentiert. Wir bitten Sie erneut um Aush\u00e4ndigung einer gro\u00dfformatigen Karte zum Meldegebiet. Sind Sie bereit, einen Pressevertreter zum Termin zuzulassen? Bitte teilen Sie uns mit welche Personen zum Ortstermin kommen werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 15.06.2016 um 15:39 schrieb Ditzenbach, Lena:<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kunz,<\/p>\n<p>weder f\u00fcr unsere Forstkollegen noch f\u00fcr uns ist eine Biotopsch\u00e4digung erkennbar. Wenn Sie Ihre Umweltmeldung aufrecht erhalten, m\u00fcssen Sie den Sachverhalt pr\u00e4zisieren und genaue Ortsangaben liefern.<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage werden wir sehen, ob ein gemeinsamer Ortstermin sinnvoll und notwendig ist. Wenn Sie die Presse zu einem Ortstermin mit dem Landratsamt einladen m\u00f6chten, m\u00fcssen Sie dies im Vorfeld mit unserer Pressestelle <a href=\"http:\/\/www.kreis-tuebingen.de\/,Lde\/308135.html\">http:\/\/www.kreis-tuebingen.de\/,Lde\/308135.html<\/a> kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Lena Ditzenbach<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Ditzenbach,<\/p>\n<p>wir stellen fest, dass Sie den von uns vorgeschlagenen Ortstermin best\u00e4tigen, um ihn dann in Abh\u00e4ngigkeit zu einer Karteneintragung in Frage zu stellen. \u00a0 Wir haben den Eindruck gewonnen, dass Sie unsere Umweltmeldung nicht hinreichend ernst nehmen wollen. Zun\u00e4chst haben Sie die Meldung mit einer Stellungnahme Ihrer Forstkollegen beantwortet, dann waren diese vor Ort- deren Eindr\u00fccke waren der Anlass eines weiteren Schreibens. Auf unsere Frage, ob Sie selbst am Schadort waren, schreiben Sie uns in einem n\u00e4chsten Schreiben, dass eine Biotopsch\u00e4digung von Ihnen nicht feststellbar ist.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang weisen wir auf unsere Mail vom 23.05. in der wir auf einzelne Gesichtspunkte unserer Beschwerde eingegangen sind. Wir zitieren aus dieser:<\/p>\n<p>3)Die UFB r\u00e4umt die Befahrung des Bachbettes im Biotop bei der Holzr\u00fcckung ein und l\u00e4sst<\/p>\n<p>uns \u00fcber Sie wissen, dass man der Meinung sei, das Biotop sei weder besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>In Ihrer Mail vom 2. Mai wollen Sie festgestellt haben, wir geben dies nachdr\u00fccklich zu beden\u00adken, dass eine direkte Ber\u00fchrung des Baches und des Biotops nicht stattgefunden h\u00e4tte. Wie erkl\u00e4ren Sie die unterschiedlichen \u00c4u\u00dferungen?<\/p>\n<p>Warum antworten Sie nicht auf unseren\u00a0 Hinweis von Befahrungssch\u00e4den im n\u00f6rdlichen Arm des Biotops?<\/p>\n<p>Weiter m\u00f6chten wir Sie bitten uns Antwort auf die Frage zu geben, ob Vertreter der Naturschutz\u00adbeh\u00f6rde des LA T\u00fcbingen, das Biotop in Augenschein genommen habe, oder ob Sie sich lediglich auf die Bewertung der UFB verlassen.<\/p>\n<p>Wir bitten um die Mitwirkung eines unabh\u00e4ngigen Gutachters, weil wir der Auffassung sind, dass die Forstverwaltung nicht objektiv handeln wird.<\/p>\n<p>Wir sind der Auffassung, dass die Befahrung des Bachbettes und des Biotops zu schweren Sch\u00e4den gef\u00fchrt hat.<br \/>\n4)Die UFB best\u00e4tigt, dass sich Reisig im Bachbett bef\u00e4nde, die Beseitigung sei sehr aufw\u00e4n\u00addig, man wolle es deshalb als Totholz belassen.<\/p>\n<p>In Ihrer Mail vom 2. Mai hatten Sie Kronenmaterial genannt, das man beseitigen wolle. Was hat Sie bewogen Ihren Standpunkt zu \u00e4ndern? Wir denken, Kronenmaterial im Bachbett st\u00f6rt die ge\u00adsch\u00fct\u00adzte Tier- und Pflanzenwelt des Biotops. Totholz geh\u00f6rt nicht in den Wasserlauf, au\u00dfer\u00addem be\u00adwirkt das Reisig Stauungen und damit vermehrte Erosion bei erh\u00f6htem Wasserauf\u00adkom\u00admen- Starkregen, Sommergewitter, Schneeschmelze.<\/p>\n<p>Wir bitten um Antwort auf die Frage, warum die besondere Situa\u00adtion des Biotops bei der Holzentnahme schlagtechnisch unber\u00fccksichtigt geblieben ist- Kronenmaterial in den Bachlauf geraten ist?<\/p>\n<p>Wir sind der Auffassung, dass die Deponierung des Kronenmaterials im Bachbett, bei den heftigen Niederschl\u00e4gen die in den letzten Wochen gefallen sind, das Biotop beeintr\u00e4chtigt hat.<\/p>\n<p>Sie behaupten, es w\u00fcrden keine Sch\u00e4den vorliegen.<\/p>\n<p>Wir fragen: nach welchen Kriterien und nach welchen Pr\u00fcfmethoden und mit welchem Ergebnis Sie zu Ihrer abschlie\u00dfenden Bewertung gelangt sind?<\/p>\n<p>Zur Ortsangabe: Die Schadenmeldung betrifft den Waldbiotop mit der Nummer 7419:6019:96.\u00a0 Wir schlagen als Treffpunkt die Einm\u00fcndung am Entringer Grenz\u00adweg, nahe dem M\u00e4delesstein vor. Von dort aus sind es nur wenige Minuten Fu\u00dfweg. Genauere Ausk\u00fcnfte werden Ihnen die Forstkollegen geben k\u00f6nnen, die den Schlag betreut haben.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>INITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Sehr geehrter Herr Kunz,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">die Absage des Ortstermins habe ich veranlasst. Frau Ditzenbach kannte weder die Korrespondenz 07\/1013 mit LRA und RPT noch die Exkursion am 14.07.2014, zu der Sie eingeladen waren und in Gegenwart der Presse, Verb\u00e4nde, Beh\u00f6rdenvertreter und interessierten Bev\u00f6lkerung Ihre Positionen zur Waldwirtschaft darlegen konnten:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.bund-neckar-alb.de\/fileadmin\/rv_neckar-alb\/PDF_Ordner\/Bericht_ueber_die_Holzernteexkursion17022014.pdf\">http:\/\/www.bund-neckar-alb.de\/fileadmin\/rv_neckar-alb\/PDF_Ordner\/Bericht_ueber_die_Holzernteexkursion17022014.pdf<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/naturpark-schoenbuch.de\/de\/aktuell\/article\/exkursion-holzernte-und-bodenschutz\/?tx_news_pi1%5bcontroller%5d=News&amp;tx_news_pi1%5baction%5d=detail&amp;cHash=7d4b8bb0ac7df7d3b7c6a919cb04ed60\">http:\/\/naturpark-schoenbuch.de\/de\/aktuell\/article\/exkursion-holzernte-und-bodenschutz\/?tx_news_pi1[controller]=News&amp;tx_news_pi1[action]=detail&amp;cHash=7d4b8bb0ac7df7d3b7c6a919cb04ed60<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Es ist ja nicht das erste Mal, dass Sie Anschuldigungen gegen Forst BW vorbringen, die bei n\u00e4herer Betrachtung nicht standhalten. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass der Sch\u00f6nbuch zwar Naturpark, FFH- und Vogelschutzgebiet, aber kein Bannwald ist. Die behauptete Biotopsch\u00e4digung haben die zust\u00e4ndigen Forstkollegen zusammen mit unserem Naturschutzbeauftragten Alexander K\u00f6berle gr\u00fcndlich vor Ort \u00fcberpr\u00fcft. Der naturschutzfachliche Sachverstand unseres Naturschutzbeauftragten und die Gr\u00fcndlichkeit der Gel\u00e4ndeerkundung stellen wir nicht in Frage. Falls Sie dies tun, bleiben Sie den Beweis schuldig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">\u00c4ste wurden weitgehend aus dem Bachbett entfernt. Das restliche Reisig belastet den Bachlauf weder \u00f6kologisch noch hydrologisch. Wir haben zum wiederholten Mal den Eindruck, dass Sie Eingriffe ins Gel\u00e4nde, die bei der Holzernte unvermeidbar, aber nicht biotopsch\u00e4digend, mitunter sogar f\u00f6rderlich sind (kleine Gumpen f\u00fcr Gelbbauchunke u.a. Amphibien), zum Naturfrevel hochstilisieren, um gegen die Holzwirtschaft im Sch\u00f6nbuch ganz grunds\u00e4tzlich vorzugehen. Wald\u00e4sthetik mag der ganz pers\u00f6nliche Beweggrund von Ihnen und Ihren Mitstreitern sein. Doch diese subjektive Betrachtung ist kein Ma\u00dfstab, den wir an eine Naturschutz-vertr\u00e4gliche Holzwirtschaft anlegen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Wir werden Ihre nochmaligen Behauptungen ein zweites Mal \u00fcberpr\u00fcfen, diesmal durch unsere Kreis\u00f6kologin Nina Bastian. Sie und die Cc. gesetzten Stellen erhalten dann abschlie\u00dfend Bescheid. Es bleibt Ihnen nat\u00fcrlich unbenommen, die h\u00f6here Naturschutzbeh\u00f6rde oder einen Gutachter auf Ihre Kosten einzuschalten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Im \u00dcbrigen sollten Umweltmeldungen pr\u00e4zise Angaben zum Sachverhalt (was? wann? wo?) liefern \u2013 \u00a0mit Koordinaten oder Punktmarkierungen im Luftbild \/ Kartenausschnitt und Digitalaufnahmen, damit der gemeldete Zustand dokumentiert und verortet ist. Wer mit Google-Earth arbeitet, schickt eine *kmz-Datei, die Koordinaten beihaltet und per Mausklick zum Ort des Geschehens f\u00fchrt. So arbeiten wir im Au\u00dfenkontakt, wenn der Empf\u00e4nger keine Geodaten lesen kann. Und so arbeiten die meisten Naturschutzgruppierungen (LNV, NABU, BUND, OGBW \u00a0etc.), die sich routiniert und direkt an uns wenden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Digitalaufnahmen und kartografische Verortung objektivieren den Sachverhalt, der mitunter eine Momentaufnahme ist (bspw. Abschlagen von Schwalbennestern) und nicht immer Spuren hinterl\u00e4sst. Sie haben nichts dergleichen geliefert, sondern zun\u00e4chst eine Umweltmeldung via Meldstelle in Stuttgart, die inhaltlich und r\u00e4umlich sich im Ungef\u00e4hren ersch\u00f6pft: vgl. Anhang.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">In unser aller Interesse liegt es, dass Verwaltungsstellen effizient und kostensparend zusammenarbeiten. In dieser Hinsicht erwarten wir von der Umweltmeldestelle folgendes:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\">Standardisiertes Meldeformular, damit die Angaben (was? wann? wo? wer?) pr\u00e4zise und nachvollziehbar sind.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\">Pr\u00fcfung des Aussagewerts und der Plausibilit\u00e4t \u2013 R\u00fcckfrage beim Anzeigerstatter, wenn diese nicht gegeben ist.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\">Subsidiarit\u00e4tsgrundsatz und effizientes Verwaltungshandeln beachten \u2013 also r\u00fcckfragen und nachpr\u00fcfen, ob der Anzeigerstatter zuerst auf \u00f6rtlicher Ebene t\u00e4tig geworden ist, n\u00e4mlich das Landratsamt direkt mit seine Umweltmeldung konfrontiert hat.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\">Erst wenn das LRA nicht oder nicht rechtzeitig oder unzureichend t\u00e4tig geworden ist, sollte die Umweltmeldestelle in Aktion treten. Bei dieser Einsch\u00e4tzung darf das subjektive Empfinden des Anzeigerstatters ausschlaggebend sein.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">MfG<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Rolf Strohmaier<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>Sehr geehrter Herr Strohmaier,<\/p>\n<p>wir antworten Ihnen wie folgend:<\/p>\n<p>Die Initiative hat am <u>13.04. 2016<\/u> eine Umweltmeldung bei der Umweltmeldestelle des Mini\u00adsteriums vorgelegt. Zur Identifizierung des Schadortes wurde das Kennblatt des Biotops her\u00adan\u00adgezogen. Seine auffallende Gestalt wurde von uns zur Beschreibung der Lage der Schad\u00ador\u00adte heran\u00adge\u00adzo\u00adgen. Beides liegt Ihnen vor.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen voraussetzen, dass die Hiebsorte dokumentiert sind und, dass der zust\u00e4n\u00addi\u00adge Revierf\u00f6r\u00adster die \u00d6rtlich\u00adkeit und den Zu\u00adstand des Bodens kennt.<\/p>\n<p>Die Initiative hat ein gemeinsames Treffen vor Ort vorgeschla\u00adgen. Der M\u00e4delesstein am Entringer Grenzweg ist ein leicht auszumachender Treffpunkt.<\/p>\n<p>Das alles gen\u00fcgt nicht! Sie machen das Treffen von einer Eintragung in eine Karte abh\u00e4ngig!<\/p>\n<p>Ihre Einlassung auf weit reichende technische M\u00f6glichkeiten der Verwaltung, auf die Fest\u00adstellung auf Zielset\u00adzungen effizienter und Kosten sparender Arbeitsweisen, auf Ihre routi\u00adnierte Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzgruppierungen nehmen wir freundlich zur Kenntnis. Ihre Einlassung gipfelt in \u00c4nderungsvorschl\u00e4gen an die Umweltmeldestelle, Mel\u00addungen zuk\u00fcnftig nur noch stan\u00addard\u00adisiert zuzulassen. Sie sprechen uns indirekt \u00fcber Ihre an Herrn Lunken\u00adheimer gerichtete Bot\u00adschaft an, wir sollen wissen, dass die vorliegende offene Form der Meldung mit Vorschriften restriktiv ge\u00e4ndert werden soll.<\/p>\n<p>Sehen Sie sich in der Lage den Sachverhalt der Meldung zu pr\u00fcfen und uns Ant\u00adwort auf die Schaden\u00admel\u00ad\u00ad\u00addung zu geben?<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Sachverhalt:<\/p>\n<p>Sie schreiben uns, dass die zust\u00e4ndigen Fortleute gemeinsam mit dem Naturschutzbeauf\u00adtrag\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adten Herrn K\u00f6berle die Sachlage gepr\u00fcft haben. Wir teilen Ihre Auffassung der Be\u00adwertung des Sachverstandes von Herrn K\u00f6berle und Kollegen gerne und fragen erneut: nach wel\u00adchen Kriterien und Pr\u00fcfmethoden das\u00a0 Ergebnis festgestellt wurde? Es gen\u00fcgt unserer An\u00adsicht nicht umfangreichen Sachverstand\u00a0 zu pr\u00e4sen\u00adtieren und die konkrete Antwort auf die Fragestellung auszulassen?<\/p>\n<p>Die Umweltmeldestelle hat um\u00a0 Mitteilung des Pr\u00fcfergebnisses\u00a0 zum 1. Mai gebe\u00adten. Nach Abl\u00f6sung von Frau Ditzenbach als Korrespondenzpartnerin, teilen Sie uns am 16. Juni (!) mit, dass sie, Sie verwenden dazu ein exklusives wir, meinen die \u201eForstkollegen\u201c, die unvermeidbaren Eingriffe im Ge\u00adl\u00e4n\u00adde (was genau ist gemeint?), als von Herrn Kunz hochstilisierten Naturfrevel ansehen um\u00a0 gegen die Holzwirt\u00adschaft im Sch\u00f6nbuch grunds\u00e4tzlich vorzugehen.<\/p>\n<p>Herr Strohmaier, es steht Ihnen und denen von Ihnen im Plural genannten Personen nicht zu, derartige Bewertungen vorzunehmen. Wir werden den Landrat dar\u00fcber informieren.<\/p>\n<p>Sie schreiben, das unser Mitglied Harald Kunz, nicht das erste Mal Anschuldigungen gegen Forst BW vorbringe, die bei n\u00e4herer Betrachtung nicht standhalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Sie missbilligen auf diese Weise, als Vertreter des Landratsamtes, die Arbeit der Initiative\u2026Auch das steht Ihnen nicht zu!<\/p>\n<p>Zu den Fakten:<\/p>\n<p><u>Die Initiative hat einen Entwurf f\u00fcr ein Bodenschutzkonzept vorgelegt<\/u>\u2026 er birgt eine solide Grund\u00adlage f\u00fcr eine Diskussion. Unsere Schreiben an die Vertreter der Forstdienststellen, mit der Bitte um\u00a0 Stellungnahme zum Entwurf blieb unbe\u00adant\u00adwor\u00adtet, obwohl eine Stellungnahme zugesagt war. Unser Vorschlag, den Ent\u00adwurf im Rah\u00admen der \u201eInfor\u00adma\u00adtionsveranstaltung 2015\u201c der \u00d6ffentlichkeit vorzustellen fand kein Geh\u00f6r. Haben Sie sich mit un\u00adse\u00adrem Entwurf bekannt gemacht?<\/p>\n<p>Sie weisen darauf hin, dass der Sch\u00f6nbuch Naturpark, Natura 2000 Schutzgebiet aber kein Bannwald ist. Das ist uns bekannt. Wir fragen Sie: kann Ihre Unterscheidung eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr sein, die empfindlichen B\u00f6\u00adden des Waldbiotops mit Schadwirkung zu befahren?<\/p>\n<p>Sie schreiben, Frau Ditzenbach kenne die gef\u00fchrte Korrespondenz nicht. Sie brechen diese eigen\u00adm\u00e4ch\u00adtig ab, k\u00fcndigen den Termin auf und ziehen zur Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Verhaltensmuster eine Umwelt\u00admeldung von 2013 heran, die Sie damals bearbeitet haben.<\/p>\n<p>Sie schreiben, dass \u00c4ste weitgehend aus dem Bachbett entfernt wurden. Wir waren unmit\u00adtel\u00adbar nach Eingang Ihres Schreibens vor Ort und k\u00f6nnen sagen, dass entgegen Ihrer Mit\u00adteilung, sowohl St\u00e4mme als auch Kronenmaterial nicht entfernt sind. \u00dcberdies ist feststellbar, dass die Regenf\u00e4lle zu ei\u00adnem Wasseraus\u00adtritt in einer breit gef\u00e4cherten Quellfl\u00e4che gef\u00fchrt haben. Eine der beanstandeten Gas\u00adsen wurde in diesem besonders sensib\u00adlen Gebiet angelegt. Sie schreiben es seien keine Belastun\u00adgen feststellbar. Waren Sie vor Ort um sich ein Bild zu machen?<\/p>\n<p><u>Wir wollen gerne wissen, was Sie als \u00f6rtlicher Ansprechpartner des Naturschutzes festge\u00adstellt haben.<\/u><\/p>\n<p>Die aus der Befahrung entstandenen und entstehenden\u00a0 Bodensch\u00e4den sind nicht demokratisch legitimiert.<\/p>\n<p>Wir schlagen vor, dass Forst BW zuk\u00fcnftig die Arbeit bei nasser Witterung aussetzt und den Unter\u00adneh\u00admern einen Zuschlag\u00a0 f\u00fcr den Ausfall gew\u00e4hrt. F\u00fcr sensible Bereiche, wie das zur \u00dcberpr\u00fc\u00adfung angezeigte Waldbiotop sollen Befahrungseinschr\u00e4nkungen und Befahrungsver\u00adbote erlassen wer\u00ad\u00adden.<\/p>\n<p>Die Spur\u00adtie\u00adfengren\u00adze von 40 cm, als Unterbrechungsregel, soll abgeschafft und ein die Keuperb\u00f6den be\u00adr\u00fcck\u00adsichtigender Bodenschutz eingef\u00fchrt werden. Dazu kann unser Entwurf eine Grundlage sein.<\/p>\n<p>Die Schadenmeldung soll zur weiteren Pr\u00fcfung an das RP weitergereicht werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Initiative Waldkritik<\/p>\n<hr \/>\n<p>Schreiben vom 7.Juli 2016<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Lunkenheimer,<\/p>\n<p>mit den angef\u00fcgten Fotos haben wir die Befahrungssch\u00e4den im Waldbiotop, Nummer 7419:6019:96 dokumentiert. Wir hatten hier\u00adzu eine Umweltmeldung verfasst.\u00a0 Das LRA T\u00fcbingen kommt bei seiner Pr\u00fcfung zu dem Ergebnis &#8220;weder f\u00fcr unsere Forstkollegen noch f\u00fcr uns ist eine Biotopsch\u00e4digung erkennbar. &#8230;&#8221;. Wir bit\u00adten um \u00dcberpr\u00fcfung der Abl\u00e4ufe beim LRA (Herr K\u00f6berle bewertet als Naturschutz\u00adbeauf\u00adtragter die Sch\u00e4den, f\u00fcr die er als Forstamtsleiter verantwortlich ist und findet f\u00fcr uns nicht nachvollziehbar, keine Sch\u00e4den vor) um \u00dcberpr\u00fcfung der Schadensbewertung des LRA.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Sehr geehrter Herr Kunz, sehr geehrte Herren,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Ihr Schreiben vom 23. 06. 2016, mit dem Sie sich \u201egegen die Form und gegen die Bewertung der Korrespondenz\u201c durch den Sachgebietsleiter Naturschutz,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Herrn Strohmaier im Zusammenhang mit Ihrer Umweltmeldung beschweren, habe ich zum Anlass genommen, die bisherige Mailkorrespondenz zu pr\u00fcfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">In Ihrer Antwortmail an Herrn Strohmaier nehmen Sie Bezug auf Ihre Um\u00adweltmeldung vom 13.04.2016, die Sie bei der Umweltmeldestelle des Ministeriums f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eingereicht haben. In dieser Umweltmel\u00addung kritisieren Sie die Waldbewirtschaftung im Sch\u00f6nbuch und stellen die Behauptung auf, das Waldbiotop \u201e7429 6019-94\u201c sei im Zuge der Bewirtschaftung durch Forst BW befahren und zerst\u00f6rt worden. Das von Ihnen bezeichnete Biotop gibt es allerdings weder im Sch\u00f6nbuch noch in Baden-W\u00fcrttemberg. Hierauf hat sich Herr\u00a0Strohmaier \u2013 aus meiner Sicht zu Recht \u2013 in seiner von Ihnen beanstandeten E-Mail bezogen und von Ihnen eine korrekte Bezeichnung des mutma\u00dflichen Sch\u00e4digungsorts mit einer dem heutigen Standard entsprechenden georeferenzierten oder zumindest grafisch exakt dokumentierten Beschreibung eingefordert. Eine solche Beschreibung w\u00fcrde unseren Mitarbeitern \u00fcberhaupt erst die Nachpr\u00fcfung der Umweltmeldung erm\u00f6glichen. Sie ist heutzutage mit allgemein zug\u00e4nglichen Mitteln problemlos m\u00f6glich und kann jedenfalls von einer Initiative, die sich vertieft und \u00f6ffentlichkeitswirksam mit der Waldbewirtschaftung im Sch\u00f6nbuch besch\u00e4ftigt, verlangt werden. Es ist keinesfalls Aufgabe meiner Mitarbeiter der Forst- oder Naturschutzverwaltung, auf Grund von ungenauen und falsch bezeichneten Beschreibungen nach Sch\u00e4digungen im Sch\u00f6nbuch zu fahnden oder gar \u2013 wie von Ihnen verlangt \u2013 Ihnen die entsprechenden Karten zur Verf\u00fcgung zu stellen. Hieraus rechtfertigen sich auch die Pr\u00e4zisierung, die Herr\u00a0Strohmaier von Ihnen und die h\u00f6heren Anforderungen, die er von der Umweltmeldestelle beim Ministerium erbeten hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Der von Ihnen im Zusammenhang mit der Umweltmeldung angeregte Ortstermin macht nur Sinn, wenn sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter\u00a0 auf Grund von pr\u00e4zisen Beschreibungen \u00fcber Art und Ausma\u00df behaupteter Sch\u00e4den informieren, sich dann ein eigenes Bild machen und die Notwendigkeit weiterer Ma\u00dfnahmen oder Gespr\u00e4che bereits im Vorfeld eines solchen Ortstermins einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Dies gilt erst recht, wenn Sie \u2013 wie geschehen &#8211; einen Ortstermin unter Beteiligung der Presse\u00a0 einfordern, ohne dass Sie den von Ihnen behaupteten Sachverhalt pr\u00e4zisieren und den Eingriff kartografisch oder beschreibend lokalisieren. Nachdem beides auch nach wiederholter Aufforderung nicht erfolgt ist, hat meine Pressesprecherin, Frau Guizetti den Pressetermin konsequenterweise abgelehnt. In diesem Zusammenhang darf ich Sie auch nachdr\u00fccklich bitten, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, namentlich Frau Guizetti und Herrn Strohmaier, mit den aus ihren E-Mails ersichtlichen korrekten Namen anzuschreiben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Die Zusammenfassung von Herrn Strohmaier, wonach sich die \u201eQuintessenz (Ihrer) Umweltmeldungen in fehlerhaften Angaben und pauschalen oberfl\u00e4chlichen Anschuldigungen ersch\u00f6pft\u201c, ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Ihre Unterstellung, dass Herrn Strohmaier \u201edie Bearbeitung der Meldung l\u00e4stig zu sein\u201c schien, weise ich zur\u00fcck. Sie ist angesichts des personellen und zeitlichen Aufwands, den unser Haus in dieser Angelegenheit auch auf Grund Ihrer nachweislich fehlerhaften Angaben treiben musste, geradezu zynisch. Trotz der geschilderten erschwerten Ausgangsbedingungen hat Herr Strohmaier n\u00e4mlich veranlasst, dass Ihre Angaben von Mitarbeitern unserer Abteilung Forst, dem Abteilungsleiter, seinen Stellvertreter und dem Revierf\u00f6rster in einer mehrst\u00fcndigen Begehung \u00fcberpr\u00fcft werden. In dem offenbar gemeinten sehr weitl\u00e4ufigen Waldbiotop 7419-6019 (Nebenb\u00e4che zum Ahrenbach NO Entringen) wurden Auswirkungen des dortigen Holzeinschlags untersucht und festgestellt, dass das Biotop weder zerst\u00f6rt noch nachhaltig gesch\u00e4digt wurde. Das Ergebnis dieser Bege\u00adhung wurde Ihnen von unserer Mitarbeiterin, Frau Ditzenbach in sachlicher Form mitgeteilt und begr\u00fcndet. In ihrer E-Mail hatte sie insbesondere darauf abgehoben, dass es naturschutzrechtlich unsch\u00e4dlich ist, das vom Holzeinschlag \u00fcbrig geblie\u00adbene Reisigmaterial als Totholz im Bachbett zu belassen. Dieses Material belastet den Bachlauf weder \u00f6kologisch noch hydrologisch. Frau Ditzenbach hatte Sie auch erneut gebeten, die von Ihnen beanstandete Punkte und Bereiche in einer gro\u00dfma\u00dfst\u00e4blichen Karte genauer zu bezeichnen, einer Bitte, der Sie bis heute nicht nachgekommen sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Nachdem Sie in Ihrer Antwort auf die E-Mail auf Herr Strohmaier problematisiert haben, dass der Sachverhalt von Herrn K\u00f6berle, der als Naturschutzbeauftragter zu\u00adgleich Leiter der Unteren Forstbeh\u00f6rde ist, \u00fcberpr\u00fcft wurde, hat Herr Strohmaier nunmehr die nochmalige \u00dcberpr\u00fcfung durch unsere Kreis\u00f6kologin, Frau Bastian, veranlasst. Sie hat am 06. 07. 2016 die mutma\u00dflichen Schadensorte besichtigt und kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass \u2013 auf das Gesamtbiotop gesehen &#8211; nicht von einer erheblichen Beeintr\u00e4chtigung des Biotops ausgegangen werden kann. Die durch die starken Regenf\u00e4lle zus\u00e4tzlich entstandenen Anh\u00e4ufungen von Reisig im Bachbett sind insgesamt \u00f6kologisch nicht problematisch, zumal sie Unterschlupf f\u00fcr Kleinlebewesen und Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr Baumpilze bieten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">In Ihrer Antwortmail bezeichnen Sie auch folgende Formulierung von Herrn Strohmaier als \u201egrenzwertig\u201c (ich zitiere vollst\u00e4ndig): \u201ewir haben zum wiederholten Male den Eindruck, dass Sie die Eingriffe ins Gel\u00e4nde, die bei der Holzernte unvermeidbar, aber nicht biotopsch\u00e4digend, mitunter sogar f\u00f6rderlich sind (&#8230;), zum Naturfrevel hochstilisieren, um gegen die Holzwirtschaft im Sch\u00f6nbuch ganz grund\u00ads\u00e4tzlich vorzugehen\u201c. Aus Ihrer Sicht stehe es Herrn Strohmaier nicht zu, derartige Bewertungen vorzunehmen. Diese Auffassung teile ich nicht. Angesichts der Vorerfahrungen mit Ihren Umweltmeldungen, Ihren zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen und Ortsterminen und vor allem in Anbetracht des konkreten Ergebnisses unserer wiederholten \u00dcberpr\u00fcfungen ist die Bewertung von Herrn Strohmaier, so drastisch sie auch formuliert sein mag, nachvollziehbar und in der Sache gerechtfertigt. Herr Strohmaier hat auch Ihre Korrespondenz mit Frau Ditzenbach nicht \u201eeigenm\u00e4chtig abgebrochen\u201c, sondern ist \u2013 u. a. wegen der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Sache und seinen Vorerfahrungen \u2013 selbst in die Sachpr\u00fcfung eingestiegen, was ihm als Sachgebietsleiter Naturschutz ebenso so zukommt wie die von Ihnen beanstandete Bewertung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Insgesamt kann ich Ihrer Beschwerde gegen die Form und die Bewertungen der Korrespondenz von Herrn Strohmaier bei der Pr\u00fcfung Ihrer Umweltmeldung nicht abhelfen. Es bleibt Ihnen\u00a0 unbenommen, Ihre Schadensmeldung zur weiteren Pr\u00fcfung an das Regierungspr\u00e4sidium weiterzuleiten. Um dem Regierungspr\u00e4sidium die Pr\u00fcfung zu erleichtern, w\u00e4re aber die richtige Bezeichnung des betroffenen Biotops, die genaue Beschreibung der behaupteten Beeintr\u00e4chtigung und die nachvollziehbare Eingrenzung des vermuteten Schadensorts anzuraten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Joachim Walter<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"> Landrat<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>Schreiben vom 19.07.2016<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Landrat Walter,<\/p>\n<p>angef\u00fcgt \u00fcbersenden wir Ihnen unsere Antwort auf Ihr Schreiben.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nINITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<hr \/>\n<p>Sehr geehrter Herr Landrat Walter,<\/p>\n<p>wir haben Ihre Mail erhalten und stellen Ihrer Antwort folgende \u00dcberlegungen gegen\u00fcber: Unsere Kri\u00adtik gilt der Tatsache, dass durch die unreflektierten Maschineneins\u00e4tze verursacht, das em\u00adpfind\u00adli\u00adche Boden\u00admo\u00adsaik des Sch\u00f6n\u00adbuchs auf weiten Fl\u00e4chen zerst\u00f6rt wird. Die Sch\u00e4digung der B\u00f6\u00adden ist das Ergebnis des r\u00fccksichtslosen Einsatzes von Forstspezialfahrzeugen. Kennzeich\u00adnend f\u00fcr deren An\u00adwen\u00addung ist der bodenge\u00adbun\u00ad\u00addene Einsatz bei ho\u00adhem Eigengewicht und hoher Nutzlast der Ma\u00adschi\u00adnen. Gleisbil\u00addung ist die Fol\u00adge des Einsatzes der Fahrzeuge, ist sicht\u00ad\u00adba\u00adres Er\u00adgeb\u00adnis der einwirkenden, ge\u00adwaltigen, me\u00adcha\u00ad\u00adni\u00adschen Kr\u00e4fte.\u00a0Die Bo\u00adden\u00adsub\u00adstanz in den Fahrlinien wird massiv verdichtet, plastisch ver\u00adformt und be\u00adginnt als breiar\u00adtige Masse zu flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der Boden wird bei den ersten \u00dcber\u00adfahr\u00adten in seinem na\u00ad\u00ad\u00adt\u00fcr\u00adlichen Auf\u00adbau zerst\u00f6rt, eine kom\u00adplexe Le\u00adbensge\u00admeinschaft get\u00f6tet oder schwer ge\u00adsch\u00e4digt. Hohe Feuch\u00adtigkeit und fein\u00adsubstanz\u00adrei\u00ad\u00ad\u00adche B\u00f6\u00adden be\u00adf\u00f6r\u00addern die Zerst\u00f6\u00adrung. Als R\u00fcck\u00adstand verblei\u00adben ein biologisch vollst\u00e4ndig toter Bo\u00adden und ein technisch unbrauchba\u00adrer Untergrund.<\/p>\n<p>Jeder weitere Einsatz l\u00e4sst die bereits vorhandenen Bodenverluste weiter an\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adwachsen. Wenigstens 2500 ha im Sch\u00f6nbuch, 115 000 ha in Deutschland, etwa die Wald\u00adfl\u00e4che Baden-W\u00fcrttem\u00adbergs wer\u00adden befahren, sind gesch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Die katastrophalen Folgen f\u00fcr die Waldb\u00f6den und deren Fruchtbarkeit sind den Verant\u00adwort\u00adli\u00adchen der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Forst BW hinrei\u00adchend bekannt. Ein zweifel\u00adhaf\u00adt betriebs\u00adwirtschaftlicher Erfolg wird vorangestellt, der Ver\u00adlust an den B\u00f6\u00adden und der Boden\u00adfrucht\u00adbar\u00adkeit, der Ernteaus\u00adfall auf den Fl\u00e4\u00adchen, die Schad\u00adwirkung auf den Waldorganismus sind die j\u00e4hr\u00adlich wiederkehrenden, dauer\u00adhaf\u00adten Opfer der Aneignung von Holz.<\/p>\n<p>Zur Beurteilung der verursachten Sch\u00e4\u00adden gibt es bisher kein An\u00adspra\u00adchesystem, keine zen\u00adtra\u00ad\u00ad\u00adle Mel\u00adde\u00adpflicht, keine \u00dcbersicht und Bewertung der Sch\u00e4den. Als f\u00fcr das forstliche Selbstverst\u00e4ndnis und An\u00adse\u00adhen von \u00e4u\u00ad\u00dferst sensib\u00adler Bedeutung, wird das Thema, werden die Sch\u00e4\u00adden durch die Forst\u00adverwaltung verdr\u00e4ngt und die Wahrheit ver\u00adschwie\u00adgen. Eine Ver\u00e4nderung des L\u00f6sungsverhaltens wird aber unumg\u00e4nglich sein.<\/p>\n<p>Der h\u00e4ufig verwendete Verweis auf die Zertifizierung (FSC) von Forst BW ist deshalb irref\u00fch\u00adrend, weil der Zerti\u00adfikatsge\u00adber in seinen Richt\u00adlinien, wie schon die Ver\u00adwaltung bisher die Mel\u00adde\u00adpflicht, ein An\u00adspra\u00ad\u00adche\u00adsys\u00adtem zur Schadenbeur\u00adteilung, eine \u00dcber\u00adsicht und Bewertung der Sch\u00e4\u00adden nicht haben. In der Praxis fin\u00addet der Auditor ein R\u00fcckegassenkonzept mit einer zul\u00e4ssigen Spurtiefe von 40 cm (!) vor und best\u00e4tigt vor Ort, wie im Sch\u00f6nbuch geschehen, die Einhaltung des R\u00fcckegassenkonzepts und stellt gar fest, Sch\u00e4den seien nicht zu erkennen. Auf diese Weise wird Sprache entstellt.<\/p>\n<p>Auch Frau Bastian fehlen die notwendigen Koordinaten. In der ungereimten Situation sucht sie die vorliegenden Bodensch\u00e4den im Waldbiotop, sie vermeidet dabei tunlichst das Wort Befah\u00adrungs\u00adsch\u00e4\u00adden, in einer Ge\u00adsamtbewertung zu relativieren.<\/p>\n<p>Davon unber\u00fchrt ist die Gleisbildung in Abschnitten des Waldbiotops 7419-6019 offensichtlich. Der Boden auf den Fahrstrecken ist zerst\u00f6rt, das Bodenleben wird dadurch beeintr\u00e4chtigt! Das w\u00e4re zu vermeiden gewesen! Eines der beiden Bachbetten wurde zur Abk\u00fcrzung der Fahrstrecke durch\u00adquert. Mit den Befahrungssch\u00e4den verst\u00f6\u00dft die Forstverwaltung gegen \u00a7 14 des Landeswaldgese\u00adtzes, gegen \u00a7 30 BNatSchG. Sie setzt auch die selbst gesetzten Vorgaben aus,,\u2026\u201cDer nachhaltige Schutz(!) und die Pflege dieser sensiblen(!) Waldbereiche (gemeint sind Waldbiotope) sind \u00fcber die ordnungs\u00adgem\u00e4\u00dfe forst\u00adliche Bewirtschaftung zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>Zur Feststellung von Kronenmaterial in den Bachl\u00e4ufen schrieb und\u00a0 Frau Ditzenbach am 2. Mai: Soll\u00adte doch durch das Holz\u00adr\u00fccken der Bach betroffen worden sein bzw. sollte vereinzelt noch Kronen\u00adma\u00adterial im Bach liegen, wird die Untere Forstbeh\u00f6rde ggfs. diese \u201eSch\u00e4den\u201c bzw. das Material besei\u00adtigen. Die Zusage zur Abhilfe war also ausgesprochen. Warum wird diese nun zur\u00fcckgezogen?<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Walter. Wir haben Sie mehrfach in Ihrer Doppelstellung als Landrat des Landkrei\u00adses T\u00fcbingen angeschrieben. Wir haben Ihnen unsere Bedenken hinsicht\u00adlich der Tech\u00ad\u00adnik\u00adein\u00ads\u00e4tze mit den Folgen f\u00fcr die B\u00f6den im Rahmen der Holzentnahme im Sch\u00f6nbuch dargestellt. Sie haben sich hierzu nie ge\u00ad\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Nun schreiben Sie uns, An\u00adlass hierzu ist unsere Be\u00adschwer\u00ad\u00ad\u00adde, um uns mitzuteilen, dass Sie dieser nicht abhelfen wollen. Dass Sie Ihrer F\u00fcr\u00adsor\u00adge\u00adpflicht nach\u00adkom\u00admen wollen, nehmen wir zur Kenntnis. Wa\u00adrum aber ver\u00adsu\u00adchen Sie durch Aus\u00addeu\u00ad\u00adtung der Korrespondenz unser Ansin\u00adnen zu verf\u00e4l\u00adschen? Wir bit\u00adten Sie um den notwendigen Ernst in der Sprache.<\/p>\n<p>Unsere Beschwerde bleibt auch nach Kenntnisnahme Ihres Schreibens unber\u00fchrt, der Wortlaut der Zerst\u00f6\u00adrung von Waldbiotopen durch Befahrung, wie in der Umweltmeldung dargestellt, bleibt unver\u00ad\u00e4ndert bestehen.<\/p>\n<p>Der Boden, dies h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen, ist in den Befahrungslinien des Waldbiotops ge\u00adsch\u00e4\u00addigt! Wie kann also von einem nachhaltigem Schutz des \u201esensiblen Waldbereichs\u201c, die \u00fcber ord\u00adnungs\u00ad\u00adgem\u00e4\u00dfe Forst\u00adwirtschaft gew\u00e4hrleistet sein soll, die Rede sein?<\/p>\n<p>Die Initiative kritisiert die Sch\u00e4den und hat zu deren Abhilfe ein Bodenschutzkonzept f\u00fcr den Sch\u00f6n\u00adbuch entworfen. Wir sind\u00a0 bereit, Ihnen unsere \u00dcberlegungen in einem Gespr\u00e4ch darzulegen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>INITIATIVE WALDKRITIK<\/p>\n<p>Anlage : 4 Fotos von Befahrungssch\u00e4den in Biotop Nr.: 7419-6019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Umweltmeldung an das BW Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 13.04.2016 | 17.01 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren, ForstBW charakterisiert Waldbiotope als \u201e\u00d6kologische Kleinode des Waldes\u201c und behauptet : \u201eDer nachhaltige Schutz und die Pflege dieser sensiblen Waldbereiche sind \u00fcber die ordnungsgem\u00e4\u00dfe forstliche Bewirtschaftung gew\u00e4hrleistet\u201c. Diese Aussagen sind zwar im Prinzip richtig, &hellip; <a href=\"https:\/\/waldkritik.de\/?page_id=1695\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ablauf der Korrespondenz in chronologischer Reihenfolge<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1695","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1695"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1699,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1695\/revisions\/1699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}