{"id":853,"date":"2015-04-12T19:06:30","date_gmt":"2015-04-12T17:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?page_id=853"},"modified":"2015-04-13T10:59:20","modified_gmt":"2015-04-13T08:59:20","slug":"853-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?page_id=853","title":{"rendered":"Der &#8220;Wutb\u00fcrger&#8221; im deutschen Wald"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808080;\">Diese Korrespondenz ist besonders interessant vor dem Hintergrund unserer eigenen Initiative &#8220;Waldkritik&#8221;!<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\">Begonnen hat die Korrespondenz damit, da\u00df der Leiter des Forstreviers Schifferstadt, Herr Georg Spang, einen Artikel in der 19. Ausgabe 2014 der forstpraktischen Zeitung &#8220;AFZ-DER WALD&#8221; ver\u00f6ffentlicht hat, in dem er sich \u00fcber die neue entstehende Spezies der zivilgesellschaftlichen Wutb\u00fcrger ausl\u00e4\u00dft, die von Au\u00dfen die g\u00e4ngige Praxis der Waldbewirtschaftung in Deutschland anprangern und was seiner Meinung nach das Schlimmste ist: &#8220;Der Dienstweg wird bei dem Protest nicht eingehalten!&#8221;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-854 size-medium\" src=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg\" alt=\"Fehlendes Dokument\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg 238w, https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg 397w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808080;\">Nachdem unsere Initiative versucht hat, einen Leserbrief zu diesem Artikel zu ver\u00f6ffentlichen, was abgelehnt wurde (auch d\u00fcrfen wir auf unserer Seite den Artikel nicht ver\u00f6ffentlichen), hat sich aus diesen Vorkommnissen ein Briefwechsel ergeben, den wir auch nicht ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen, was wir aber d\u00fcrfen, sind hier unsere eigenen Briefe und unseren Leserbrief zu ver\u00f6ffentlichen, was wir hiermit tun:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>1. Der Leserbrief als Antwort auf den Artikel von Herrn Sprang:<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr geehrter Herr Spang,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">heute hat mich Ihr Beitrag, der &#8220;Wutb\u00fcrger&#8221; (?) (Sie meinen mit Wutb\u00fcrger sicher den B\u00fcrger als &#8220;Waldeigent\u00fcmer und Souver\u00e4n&#8221;) im deutschen Wald, erreicht. Da Sie Ihre Gedanken in einer Zeitschrift \u00e4u\u00dfern, gehe ich davon aus, dass Sie Antwort auf Ihre \u00dcberlegungen w\u00fcnschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Ihrem Beitrag besch\u00e4ftigen Sie sich mit der Kommunikation\u00a0 und deren Qualit\u00e4t zwischen den Akteuren. Auf die Bodensch\u00e4den, ausgel\u00f6st durch die ungez\u00fcgelten Maschineneins\u00e4tze gehen Sie nicht ein. Sie gelangen zu dem Ergebnis, allein Kommunikation bzw. die verbesserte Pr\u00e4sentation forstlichen Handelns seien die L\u00f6sung f\u00fcr diese Sch\u00e4den. Dabei bestimmt die Forstverwaltung, wie k\u00f6nnte es auch anders sein, die Form und\u00a0 die Inhalte der Kommunikation. Das geht so nicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die schweren, zum Teil irreversiblen Bodensch\u00e4den wird der Wald in seinem Gleichgewicht empfindlich gest\u00f6rt, er ist zum Materiallieferanten degradiert, die Bewirtschaftung folgt allein technischen-mechanischen Strategien die auf einer organisch fehlentwickelten \u00d6konomie basieren. Dass die Bewirtschaftung \u00f6kologisch schonender vorgenommen werden kann beschreibt der Forstmann Martin Gr\u00fcll in seinem Beitrag, den Waldboden schonen &#8211; vorsorgenden Bodenschutz beim Einsatz von Holzerntetechnik, siehe <a title=\"Beitrag\" href=\"https:\/\/waldkritik.de\/?m=201411\" target=\"_blank\">https:\/\/waldkritik.de\/?m=201411<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie verwenden den Begriff Kommunikation, sprechen von Wutb\u00fcrgern, sehen den Dienstweg als nicht eingehalten und nennen die Bodensch\u00e4den mit keinem Wort. Das Klima ist schuld. Ingenieurleistungen die ein differenziertes Denkergebnis darstellen, die sich in den Maschinenkostruktionen Harvester und Forwarder offenbaren, die in Verbindung mit der energetisch gesteuerten Handhabung dieser Systeme durch den Menschen zentrale, systemische Forstkonzepte wie das der Feinerschlie\u00dfungssysteme entwerfen l\u00e4sst, bewirken die schwere Sch\u00e4digung der Waldb\u00f6den.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Waldgesetz von Baden-W\u00fcrttemberg fordert ausdr\u00fccklich den Boden und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten! Ist das den Forstleuten egal?\u00a0 Die Anlage der R\u00fcckegassen in Deutschland f\u00fchrt zu einem (vorsichtig) gesch\u00e4tzten Waldbodenverlust von 10 000 qkm! Ich will den Forstmann Richard Koch zitieren. Allein im Sch\u00f6nbuch sind in den letzten Jahren mehr Sch\u00e4den (er meint Bodensch\u00e4den) angerichtet worden als in den tausend Jahren Waldbewirtschaftung zuvor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Das, Herr Spang, wollen wir, will der Waldbesucher nicht im Sch\u00f6nbuch!<\/strong><\/em><br \/>\n2015 ist das internationale Jahr des Bodens&#8230; Sinn unserer Initiative ist, die Forstverwaltungen zu einem vorsorgenden Bodenschutz beim Einsatz von Holzerntetechnik anzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Anlehnung an Ihre \u00dcberschrift&#8230;neue Spezies melden sich zu Wort- anbei das Blatt &#8230; wir schaffen unverwechselbare Lebensr\u00e4ume.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>2. Das Erinnerungsschreiben an den Leserbrief an den Chefredakteur der AFZ-DER WALD:<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr geehrter Herr Steinfath,<br \/>\nauf den in der AFZ erschienenen Artikel, der &#8220;Wutb\u00fcrger&#8221; im deutschen\u00a0 Wald, habe ich einen Leserbrief verfasst und Ihnen diesen im Januar, mit der Bitte diesen zu ver\u00f6ffentlichen, zugeschickt. Nachdem Sie den Eingang best\u00e4tigt haben, wollten Sie mir antworten und Ihre Entscheidung hinsichtlich einer Ver\u00f6ffentlichung mitteilen. Ende Februar haben Sie mir bei einem Telefongespr\u00e4ch. ich hatte Sie in der Sache angerufen, mitgeteilt, dass Sie den Leserbrief aus Zeitgr\u00fcnden noch nicht lesen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach weiteren 4 Wochen will ich mich heute erneut nach Ihrem Lesestand der Lekt\u00fcre erkundigen. Ich bitte Sie also, mir zu sagen, ob Sie die Antwort auf Herrn Spang gelesen haben. Die Beteiligung der Stakeholder, hier in Form einer Antwort auf die Ansicht eines Forstmannes, ver\u00f6ffentlicht in der AFZ, ist Ihnen sicherlich ein wichtiges Unterfangen. Damit der Leser Ihrer Zeitschrift \u00fcberhaupt versteht welcher Zusammenhang hergestellt und diskutiert wird, w\u00e4re eine zeitnahe Ver\u00f6ffentlichung sicher sinnvoll. Kann es sein, dass Sie den Leserbrief nicht ver\u00f6ffentlichen wollen?<br \/>\nIch freue mich von Ihnen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>3. Das Antwortschreiben von Herrn Steinfath d\u00fcrfen wir nicht ver\u00f6ffentlichen!<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-854 size-medium\" src=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg\" alt=\"Fehlendes Dokument\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg 238w, https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg 397w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>4. Aber das Antwortschreiben von unserer Initiative auf das von Herrn Steinfath d\u00fcrfen wir ver\u00f6ffentlichen!<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr geehrter Herr Steinfath,<br \/>\nSie sind, so schreiben Sie mir, erst jetzt\u00a0 dazu gekommen, sich mit mei\u001fnem Leser\u001fbrief zum Beitrag von Herrn Spang in der AFZ-Der Wald 19\/2014 zu besch\u00e4ftigen.<br \/>\nOhne n\u00e4her darauf eingehen zu wollen, glaube ich, dass es andere Gr\u00fcnde daf\u00fcr gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie lehnen eine Ver\u00f6ffentlichung des Leserbriefes als Chefredakteur der AFZ-Der Wald ab. Das ist selbst\u001fverst\u00e4ndlich ihr gutes Recht. Dennoch wirkt die Ablehnung irritierend, weil im Leser\u001fbrief alle in der Sache geboten Konventionen des Umgangs mit einer anderen Meinung eingehalten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Begr\u00fcndung\u00a0 Ihrer Entscheidung basiert ausschlie\u00df\u001flich auf inhaltlichen \u00dcberlegungen, auf die ich im\u00a0 Einzelnen nicht eingehen m\u00f6chte. Das befremdet mich, stellt es den Sinn eines Leserbriefes und in Folge davon, die thematische Auseinandersetzung um einen vorsorgenden Bodenschutz bei der Holzernte,\u00a0 an einer Stelle in Frage, in der Herr Spang zu einer solchen ansetzt. Oder denken Sie Herr Spang schreibt Beitr\u00e4ge ohne dabei Wert auf eine Antwort zu legen oder zu erhalten? Sie w\u00fcrden auf diese Weise durch Ihre Entschei\u001fdung Herrn Spang isolieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Sie eine Art von Zensur aus\u00fcben,\u00a0 verweigern Sie dem Leser\u00a0 aus meiner Sicht das Grundrecht auf Informationen \u00fcber die gesamte Bandbreite anderen Meinungen. Das bedauern wir sehr!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf diese Weise l\u00e4sst sich die begonnene Diskussion um die Verbesserung des dringend notwendig gewordenen Bodenschutz bei der Holzer\u001fnte, Ihr Adressatenkreis kommt aus dem Forst, nicht verhindern k\u00f6nnen, schlimmer noch, Sie zeigen an, dass Sie die Entwicklung, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, blockie\u001fren.\u00a0 Auch das ist doch wohl Zensur?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will von der Startseite des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft zitieren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>&#8220;Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erkl\u00e4rt hat. Boden geh\u00f6rt zu den wichtigsten nicht vermehrbaren Ressourcen der Land- und Forst\u001fwirt\u001fschaft. Der Schutz unserer B\u00f6den ist lebensnotwendig. \u2013 <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Das Ziel der Bundesregierung ist es, die Nutzung der B\u00f6den durch die Land- und Forstwirtschaft nachhaltig zu gestalten. Deshalb engagiert sich Deutschland national und international f\u00fcr den Bodenschutz auch unter den Bedingungen des Klimawandels.&#8221;<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bitte \u00fcberdenken Sie nochmals Ihre Entscheidung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00f6chten Herrn Spangs Beitrag, unsere Antwort und Ihre\u00a0 Zuschrift\u00a0 auf unsere Webseite\u00a0 stellen. Ich bitte Sie um Ihr Einverst\u00e4ndnis hierzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>5. Ein Einverst\u00e4ndnis zur Ver\u00f6ffentlichung des Artikels von Herrn Spang und der Korresspondenz, die sich daran anschlo\u00df, hat Herrn Steinfath NICHT erteilt!<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-854\" src=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg\" alt=\"Fehlendes Dokument\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument-238x300.jpg 238w, https:\/\/waldkritik.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Fehlendes-Dokument.jpg 397w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808080;\">Mit Stand heute hat die Initiative Herrn Steinfath einen gemeinsamen Begang der Sch\u00e4den im Sch\u00f6nbuch vorgeschlagen, worauf noch keine Antwort kam.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr geehrter Herr Steinfath,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">danke f\u00fcr ihre Antwort. Wie werden die Beitr\u00e4ge von Seite der AFZ, Ihrem Wunsch gem\u00e4\u00df nicht ver\u00f6ffentlichen. Was wir aber machen werden ist, dass wir unseren Teil der Korres\u001fpondenz auf unsere Seite stellen.<br \/>\nIhre Vorstellungen, den Bodenschutz in der Forstwirtschaft in einer Ausgabe der AFZ zu thematisieren findet unsere Zustimmung. Deshalb schlagen wir Ihnen anstelle eines ausgearbeiteten Textes zu unseren Zielen, einen gemeinsamen Begang mit der Initiativgruppe im Sch\u00f6nbuch vor. Das w\u00e4re nicht nur konkreter sondern auch wechselseitiger und unmittelbarer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir freuen uns von Ihnen zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Korrespondenz ist besonders interessant vor dem Hintergrund unserer eigenen Initiative &#8220;Waldkritik&#8221;! Begonnen hat die Korrespondenz damit, da\u00df der Leiter des Forstreviers Schifferstadt, Herr Georg Spang, einen Artikel in der 19. 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