{"id":1046,"date":"2015-07-14T15:47:51","date_gmt":"2015-07-14T13:47:51","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?p=1046"},"modified":"2016-08-12T12:05:40","modified_gmt":"2016-08-12T10:05:40","slug":"artenvielfalt-schuetzen-die-zeit-draengt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?p=1046","title":{"rendered":"Artenvielfalt sch\u00fctzen \u2013 die Zeit dr\u00e4ngt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #008000;\"><a title=\"Weiter zum Beitrag\" href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.at\/aktuell\/presse\/lastnews\/news2015\/news_150630\/\" target=\"_blank\">Artenvielfalt sch\u00fctzen \u2013 die Zeit dr\u00e4ngt &gt;&gt;&gt;<\/a><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wien, 30. Juni 2015 \u2013 Weltweit sind 22.784 Arten gef\u00e4hrdet \u2013 mit steigender Tendenz. Das belegt die im Juni 2015 von der Welt-Naturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) ver\u00f6ffentlichte Rote Liste der Pflanzen- und Tierarten. Das Ausma\u00df dieser Gef\u00e4hrdung wird oft erst versp\u00e4tet erkannt und untersch\u00e4tzt. Eine neue Studie unter der Leitung des Umweltbundesamt-Experten Franz Essl zeigt, welche Mechanismen dazu f\u00fchren, dass Ver\u00e4nderungen der Artenvielfalt verz\u00f6gert wahrgenommen werden und wie die Politik gegensteuern kann. Die Studie wurde am 29. Juni im renommierten Fach-Magazin \u201eTrends in Ecology and Evolution\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr Weber, von der facebookseite <strong><span style=\"color: #008000;\"><a style=\"color: #008000;\" title=\"Weiter zur Waldwahrheit\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Waldwahrheit\" target=\"_blank\">&#8220;Waldwahrheit&#8221;<\/a><\/span><\/strong> hat zu dem obigen Artikel auf seiner Seite den nachfolgenden Beitrag verfa\u00dft:<\/p>\n<hr \/>\n<p>&#8220;Neben der Landwirtschaft sei auch die Forstwirtschaft Verursacher des Artenr\u00fcckganges&#8221; &#8211; \u00bbEs ist ein ganz zentrales Anliegen, uns um die Arten der lichten W\u00e4lder zu k\u00fcmmern\u00ab<\/p>\n<p>&#8230; so J\u00fcrgen Marx von der Landesanstalt f\u00fcr Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W\u00fcrttemberg (LUBW).<\/p>\n<p>Da muss sich Herr Marx doch keine Sorgen machen. Wenn die Intensit\u00e4t der Holznutzung im Alterklassenbetrieb so weitergef\u00fchrt wird, wie in den letzten zehn Jahren, kann doch das Wort ohnehin zur Wahr<span class=\"text_exposed_hide\">&#8230;<\/span><span class=\"text_exposed_show\">heit werden: &#8220;Alles ist Licht &#8230;&#8221; <\/span><\/p>\n<div class=\"text_exposed_show\">\n<p>Bei n\u00e4herem Hinschauen zeigt sich jedoch das Dilemma des herk\u00f6mmlichen Naturschutzes auch im Wald &#8211; Einzeltierarten-bezogen, Lebensraum-&#8220;typisierend&#8221;, konservierend &#8230;<\/p>\n<p>Vom Verst\u00e4ndnis der elementaren zu Grunde liegenden Prozesse scheint da wenig bewusst zu sein.<\/p>\n<p>Da ist also der Schmetterling Eschen-Scheckenfalter verschwunden, wo der Wald dunkler ist, als diesem Falter bekommt. Wie viele Arten der relativ dunklen Naturw\u00e4lder sind bereits verschwunden, ohne dass sie vorher in die Rote Listen gelangen konnten &#8211; weil ihnen nicht die selektive Aufmerksamkeit der Experten zuteil wurde?<\/p>\n<p>Welche Art ist wichtiger als eine andere im Prozess negentropisch wirkender Komplexit\u00e4t lebendiger Systeme?<\/p>\n<p>&#8220;Pflanzen und Tiere individuell sch\u00fctzen und f\u00f6rdern&#8221;, so die Aussage des Landesforstpr\u00e4sidenten Max Reger, &#8220;Gerade lichten Waldstrukturen gilt dabei ein besonderes Augenmerk &#8211; sie sind in den vergangenen Jahren zugunsten dunklerer, feuchter und dicht bewaldeter Fl\u00e4chen zu kurz gekommen&#8221;.<\/p>\n<p>Wenn dann noch Gro\u00dftiere in das Blickfeld zur\u00fcckkehren, die publikumswirksam in die W\u00e4lder getrieben werden k\u00f6nnen, um einem letztlich unbewiesenen fiktiven Bild nachzukommen, das ein bestimmtes Naturschutz-Paradigma aus jahrhunderte zur\u00fcckliegender Nutzungsformen herleitet &#8211; und wenn es dann noch gelingt, einen Zeitgeist daraus zu konstruieren &#8211; na, dann haben wir doch wieder einmal eine richtige win-win-Situation:<\/p>\n<p>Der Entomologe mit seinen Spezialvorlieben freut sich, die Umweltverb\u00e4nde finden sie auch ganz gut (nicht nur, weil sie F\u00f6rderprojekte generiert) und die Forstbetriebswirtschaft, die am liebsten den bereits gegebenen und eifrig verschleierten Untervorrat der W\u00e4lder weiter absenken m\u00f6chte &#8211; dem Naturschutz zuliebe, versteht sich &#8211; kommen endlich an einen Runden Tisch &#8230;<\/p>\n<p>Das ist konstruktive Zusammenarbeit &#8211; Naturschutz muss konstruktiv sein, also konstruiert werden, denn ohne Naturschutz und Forstwirtschaft ist Wald ein hilfloses Gebilde, es bedarf unserer ganzen aktiven F\u00fcrsorge. Ohne pflegende Hand keine Natur.<\/p>\n<p>Karl-Friedrich Weber<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artenvielfalt sch\u00fctzen \u2013 die Zeit dr\u00e4ngt &gt;&gt;&gt; Wien, 30. Juni 2015 \u2013 Weltweit sind 22.784 Arten gef\u00e4hrdet \u2013 mit steigender Tendenz. Das belegt die im Juni 2015 von der Welt-Naturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) ver\u00f6ffentlichte Rote Liste der Pflanzen- und Tierarten. 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