{"id":106,"date":"2014-07-14T12:00:54","date_gmt":"2014-07-14T10:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?p=106"},"modified":"2014-07-13T23:08:43","modified_gmt":"2014-07-13T21:08:43","slug":"antwort-an-graf-buelow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?p=106","title":{"rendered":"Antwort an Graf B\u00fclow"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Graf B\u00fclow,<br \/>\ndanke f\u00fcr Ihre Mail mit Ihrer Antwort auf mein Schreiben vom 10. Juni 2014. Ich will Ihnen\u00a0 wie folgend antworten:<\/p>\n<p>Der Anlass unserer Korrespondenz sind die Eins\u00e4tze der Forstmaschinen im Sch\u00f6nbuch. Die aus diesen Eins\u00e4tzen entstandenen schweren Bodensch\u00e4den mit der einhergehenden Ein-schn\u00fcrung und Zerst\u00f6rung der Lebenskreisl\u00e4ufe, die Sorge um die Folgen f\u00fcr das Leben im Boden und f\u00fcr den Wald, sind aus meiner Sicht die Ursache eines sich zunehmend verst\u00e4rkenden Konfliktes.<br \/>\nEs regt sich nachdr\u00fccklich Widerstand. Das ist die Folge davon, dass die Verantwortlichen in der F\u00fchrungsebene der Forstverwaltung die Bedenken der Menschen bisher nicht ernst genommen hat, als gen\u00fcge es den Begriff der Nachhaltigkeit, als Legitimationsformel gebetsm\u00fchlenartig verwendet, mit der Forstreform und der Einf\u00fchrung einer ausschlie\u00dflich maschinenorientierten Waldbewirtschaftung zu verkn\u00fcpfen. Wortsinn und Geschehen im Wald wurden voneinander abgekoppelt, gesellschaftlicher Auftrag und Legitimation driften deshalb auseinander. Das neu konstruierte Bewirtschaftungskonzept wird von den B\u00fcrgern abgelehnt, weil diese in die Entscheidungen der Forstverwaltung nie eingebunden waren.\u00a0 Deshalb hat ForstBW an Glaubw\u00fcrdigkeit verloren und wird, \u00e4ndert sie ihre Einstellung nicht, diese noch weiter verlieren. Das ist sicher! Die B\u00fcrger mahnen einen umfassenden Bodenschutz und eine schonende Holznutzung an. Das wird inzwischen auch von Mitarbeitern des Forstes gefordert. Herr Koch spricht in seinem Leserbrief aus was viele Ihrer Kollegen und Kolleginnen denken, aber nicht sagen k\u00f6nnen weil sie Sanktionen f\u00fcrchten m\u00fcssen. Die Angst gegen den vorherrschenden Korpsgeist zu versto\u00dfen tut sein \u00fcbriges dazu.<\/p>\n<p><strong>Der Einsatz der Maschinen verw\u00fcstet den Wald.<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe den Leserbrief von Herrn Koch, er wurde im Holz Zentralblatt ver\u00f6ffentlicht, in den Anhang gestellt.<br \/>\nDass die Sch\u00e4den nicht auf den Sch\u00f6nbuch beschr\u00e4nkt, sondern im ganzen Land zu finden sind, will ich an dieser Stelle besonders betonen.<\/p>\n<p>Ihre Antwort auf mein Schreiben ist an vielen Stellen sehr allgemein gehalten und deckt sich nicht mit den Erfahrungen die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Sie schreiben mir, nur noch auf neue Sachverhalte antworten zu wollen. Mit diesen Worten machen Sie das Dilemma deutlich in dem Sie selber stehen, sie wollen die Kommunikationsform allein bestimmen und k\u00f6nnen sich, wenn dieses tun der Kritik doch nicht entziehen! Dasselbe gilt auch f\u00fcr die Vertreter der F\u00fchrungsebene von Forst BW.<\/p>\n<p>Ich stelle die Frage was diese denn bisher wirklich daf\u00fcr getan hat um die Bodensch\u00e4den, die eine Folge Ihrer Entscheidungen sind abzuwenden? Ich will Sie weiter fragen, was Sie, Graf B\u00fclow, im Sch\u00f6nbuch zu deren Minderung im kommenden Winter unternehmen wollen?<\/p>\n<p>Nochmals zum Pferdeeinsatz im Kunsterdinger Wald: Die Vertreter des Kreisforstamtes la-den zum Foto in einen Raumsektor, in dem Herr Notheiss als Pferder\u00fccker t\u00e4tig ist. Ein paar Meter weiter im gleichen Waldausschnitt sind R\u00fcckesch\u00e4den mit einer Gleistiefe bis zu 80 cm(!) zu finden. Es sind Sch\u00e4den in jenem erschreckenden Ausma\u00df wie sie im Pf\u00e4ffinger Gemeindewald vorgefunden wurden und den SWR auf den Plan riefen dar\u00fcber zu berichten.\u00a0 Herr Strittmatter, Leiter der Forstdirektion, hat vor laufender Kamera beim Anblick der Sch\u00e4den nachdr\u00fccklich beteuert, dass man ein solches Bild nicht haben wolle. L\u00e4sst sich Betroffenheit noch steigern? Mit der Reportage im Schw\u00e4bischen Tagblatt wird die Arbeit von Herr Notheiss von der Forstverwaltung dazu ausgenutzt, in der \u00d6ffentlichkeit den Eindruck zu erzeugen, Holznutzung\u00a0 w\u00fcrde bodenschonend vorgenommen. Sie wissen, dass das falsch ist! Mir f\u00e4llt hierzu das Wort Propaganda ein. Der Boden im Kusterdinger Wald ist im Bereich der R\u00fcckegassen auf das Schwerste gesch\u00e4digt! Warum nutzen Sie Ihr Denken als Fachmann dazu die Tatsache der Sch\u00e4den kleinzureden, obwohl Sie nicht wissen welche Auswirkungen diese haben werden?<\/p>\n<p>Sie stellen den Forst als Instanz langfristigen Denkens und Handelns dar. Ich kann dem nicht folgen, ist doch das ungl\u00fcckliche Ergebnis der Sturmfolgen, der Sch\u00f6nbuch war besonders betroffen, eine Folge der Monokulturen, die, die Forstleute in der Vergangenheit entworfen und realisiert haben verheerend gewesen.<br \/>\nLangfristigkeit im Denken und Handeln? Im Sch\u00f6nbuch wurde \u00fcber Jahrhunderte hinweg Holznutzung betrieben ohne dabei ein Ausma\u00df an Bodensch\u00e4den zu erzeugen, wie diese unter Federf\u00fchrung von Forst BW in den letzten 10 Jahren entstanden sind.<\/p>\n<p>Sie r\u00e4umen eine Einschr\u00e4nkung der Bodenfruchtbarkeit im Bereich der R\u00fcckegassen ein.\u00a0 Dabei schreibt das Waldgesetz Baden-W\u00fcrttembergs die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit\u00a0 f\u00fcr die\u00a0 gesamten Waldb\u00f6den doch zwingend vor. Ihre Angabe des Fl\u00e4chenverlustes durch R\u00fcckegassen ist zu niedrig! Wie gelangen Sie zur Ihrer Angabe von 10-15 Prozent Fl\u00e4chenverlust? Herr Strittmatter hat in einem Interview mit Herrn Bengel vom GEA gar nur 1200 ha genannt. Der Naturpark umfasst 15600 ha. Ich habe den Eindruck, dass die Forstdirektion die Zahlen selbst nicht kennt! Warum gibt es bisher keine Bestandsaufnahme der Gassen und eine differenzierte Beurteilung der gesch\u00e4digten B\u00f6den? Wie k\u00f6nnen Sie \u00fcberhaupt wirtschaften ohne die Sch\u00e4den einzubeziehen? Kennt ForstBW die Zahlen f\u00fcr die W\u00e4lder Baden-W\u00fcrttembergs?<\/p>\n<p>Warum und wozu erw\u00e4hnen Sie die Landwirtschaft mit den weltweit wachsenden Boden-verlusten, wenn im Sch\u00f6nbuch mindestens 2000 ha, in Deutschland mindestens zw\u00f6lf- tausend qkm durch R\u00fcckegassen verloren gehen?<\/p>\n<p>Ich kenne keinen einzigen Bauern in der Umgebung der auf den Gedanken k\u00e4me, bei widri-gen Witterungsverh\u00e4ltnissen seine Wirtschaftsfl\u00e4chen so zu befahren, wie das im Sch\u00f6nbuch und im Land durch die Forstverwaltung angeordnet und durchgef\u00fchrt wird! F\u00fcr einen Land-wirt bedeutet dies, legt man Ihre Annahme eines Verlustes von 10-15 Prozent der Wirtschaftsfl\u00e4chen zu Grunde, vermutlich seinen Ruin. Apropos Verlust, dieses Wort wird im Zusammenhang mit der R\u00fcckegassenkonzeption von ForstBW tunlichst vermieden. W\u00fcrden Sie Graf B\u00fclow oder sonst jemand aus der Forstverwaltung einen solchen Prozentsatz seines pers\u00f6nlichen Besitzes einer Ma\u00dfnahme opfern von der man wei\u00df, dass diese irreversible Sch\u00e4den erzeugt und man mit dieser Gefahr l\u00e4uft ruiniert zu werden?<br \/>\nWarum also gibt die Forstverwaltung Maschineneins\u00e4tze bei den allerschlechtesten Wetter-bedingungen frei? Warum l\u00e4sst\u00a0 Sie schwierige Standorte befahren, wenn Ihnen deren Eigen-schaften \u00fcber die Standortkartierung bekannt ist.<\/p>\n<p>Sch\u00e4den, so sagen Sie, lassen sich im Sinne der Bodenfruchtbarkeit sanieren.\u00a0 Was meinen Sie damit?<\/p>\n<p>R\u00fcckegasse als Refugium? Die Waldb\u00f6den in den R\u00fcckegassen werden zu Industrieruinen degradiert, das sind in Deutschland Waldfl\u00e4chen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von mindestens 12000 qkm. Die langfristigen Auswirkungen der Sch\u00e4den kann heute niemand absehen. Ein weiterer Einsatz der Maschinen wie bisher, ist deshalb verantwortungslos!<\/p>\n<p>Die Vertreter des Forstes betonen an jeder Stelle und zu jeder Gelegenheit den Schutz der Lurche. Die Besiedelung der R\u00fcckegassen durch Lurche \u00e4ndert deren Funktion. Die entstandenen Biotope d\u00fcrfen nach Rechtslage nicht mehr befahren werden! Die Ausbildung der Biotope rechtfertigt aber nicht, dass damit fortgesetzt weitere B\u00f6den gesch\u00e4digt werden d\u00fcrfen. Um in den Bestand einfahren zu k\u00f6nnen m\u00fcssten neue R\u00fcckegassen angelegt wer-den damit die Biotope nicht zerst\u00f6rt werden. Neuerlicher Fl\u00e4chenverbrauch. Vermutlich ha-ben Sie deshalb damit begonnen die Zufahrt der Gassen mit ortsfremdem Material zu bef\u00fcllen. Sie wissen dass dies untersagt ist! Sie schreiben, niemand will den Wert eines Wesens \u00fcber den Wert eines anderen stellen. In keiner Ihrer Antworten habe ich bislang Ihre Sorge um die Lebewesen feststellen k\u00f6nnen, die, die Bodenfruchtbarkeit bereiten, erhalten und verbessern.<\/p>\n<p>Dagegen sind Sie, ist Forst BW sehr bem\u00fcht die R\u00fcckegassen als einen Segen f\u00fcr den Wald darzustellen.<\/p>\n<p>Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie sich die Forstleitung auf den Schutz\u00a0 eines lebenden Bodens nicht einlassen will oder kann? Stimmt das, w\u00e4re dies wirklich ein Anlass zur Sorge! Hat die Forstverwaltung den Wert eines lebendigen Boden zu erfassen versucht, der die Grundlage f\u00fcr die Waldwirtschaft ist? Hat sie den Wachstumsverlust auf den Fl\u00e4chen errechnet, eine wirtschaftliche Gewichtung der Sch\u00e4den vorgenommen? Hat sie einen Ausblick auf die Folgesch\u00e4den gerichtet? Sollen die B\u00fcrger, die Sie bei Ihren Entscheidungen bisher nicht teilhaben lassen wollen die Kosten tragen? Flie\u00dft die Gewichtung der Sch\u00e4den \u00fcberhaupt in die \u00dcberpr\u00fcfung\u00a0 Ihrer Wirtschaftsweise samt den Zielen ein die Sie sich im Sch\u00f6nbuch gesteckt haben Graf B\u00fclow? Diese Fragen m\u00f6chte ich auch der F\u00fchrung von Forst BW stellen, die ja die Entscheidungen f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Wald im ganzen Land trifft. Die B\u00fcrger haben hier das Recht ausf\u00fchrlich informiert zu werden!<br \/>\nBedenken Sie m\u00f6gliche Sanierungskosten bei den Ausschreibungen f\u00fcr die Holzernte? Die Forstunternehmer bekla-gen die vorgegebenen Regiestundens\u00e4tze der Forstverwaltung als zu niedrig angesetzt an. Dies tr\u00e4gt zur Sch\u00e4digung der B\u00f6den deswegen bei, weil die Unternehmer um die notwendigen Einnahmen zu erwirtschaften, diese \u00fcber die Grenzen hinaus belasten.<\/p>\n<p>Schnell muss es gehen: bei jedem Wetter, auf jedem Standort, mit jeder Technik. Eine exis-tenzbedrohende Entwicklung!<\/p>\n<p>Im Zuge zentral gesteuerter Einsparungsma\u00dfnahmen wurden die\u00a0 Reviere vergr\u00f6\u00dfert. Damit ist der Betreuungskatalog mit den Anforderungen an die F\u00f6rster angewachsen, die diese nicht leisten k\u00f6nnen. Die Aufmerksamkeit und Sensibilit\u00e4t schwindet zu Lasten der Best\u00e4nde.<br \/>\nDer Druck auf den Wald wird damit weiter erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Ein Viertel des Bruttosozialprodukts des Landes wird im Gro\u00dfraum Stuttgart erwirtschaftet. Ist Ihnen, ist das den Gemeinden, den Kreisen und dem Land nicht genug? Warum also noch Geld aus dem Sch\u00f6nbuch pressen, die Best\u00e4nde und die B\u00f6den langfristig sch\u00e4digen?\u00a0 Das destruktive Erscheinungsbild\u00a0 der Holznutzung im Sch\u00f6nbuch, die Frustration die diese erzeugt wirkt auf das Lebensgef\u00fchl der Menschen und erzeugt Abwehr. Das ist eine Erkenntnis aus der Psychologie. Durch die Abwehrmechanismen werden Kr\u00e4fte gebunden die besser dem Leben im Alltag zu widmen w\u00e4ren. Halten Sie das nicht auch f\u00fcr w\u00fcnschenswerter? Die Hybris der mechanisierten Eins\u00e4tze, wird den Wald und schlie\u00dflich den Menschen zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Waldes wird\u00a0 bei Anl\u00e4ssen gerne in pastosen T\u00f6nen ausgemalt. Warum wird dann nicht gesch\u00fctzt, was f\u00fcr das Leben von gro\u00dfem Wert ist?<\/p>\n<p>Warum l\u00e4sst das Kreisforstamt seine Vorgehensweise im Kusterdinger Wald nicht durch den Zertifizierer pr\u00fcfen mit dessen Logo in der \u00d6ffentlichkeit geworben wird? Dass sich die Zertifizierer den Bodensch\u00e4den bisher verschlie\u00dfen ist kein Gradmesser daf\u00fcr, dass diese ihre Haltung nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen. Was werden Sie bei einer \u00c4nderung der Kriterien sagen, wenn Sie gefragt werden, warum Sie das Wissen um die Bodensch\u00e4den bei Ihren Entscheidungen nicht ber\u00fccksichtigt haben? Wollen Sie sich dann damit herausreden, dass die Zertifizierer Ihre Handlungsweise derart beeinflusst haben, dass Sie nicht handeln konnten?<\/p>\n<p>Die Bodenschutzkonzeption von Herrn Gr\u00fcll wird seit Januar 2014 im Forst Brandenburg erprobt. Was ist Ihnen daran zu akademisch? Warum laden Sie Herrn Gr\u00fcll nicht zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Fachhochschule nach Rottenburg\u00a0 ein? Wollen Sie seine Antwort auf Ihre Einw\u00e4nde nicht h\u00f6ren und zur Kenntnis nehmen? Dass es heute boden-schonende Verfahren der Holzernte gibt wird von Ihnen nicht einmal erw\u00e4hnt. Das ist sicher kein Zufall!<\/p>\n<p>Sie schreiben, dass es nicht vorgesehen sei (eine merkw\u00fcrdige Formulierung, die den Schutz der B\u00f6den betrifft) alle R\u00fcckegassen zu schottern. Bitte sagen Sie mir, wie Sie R\u00fcckegassen mit einer Tiefe von mehr als 60 cm ein weiteres Mal befahren wollen? Die Fotodokumen-tation der Sch\u00e4den auf der Webseite der Initiative, sch\u00fctzt den Sch\u00f6nbuch macht deutlich, dass nahezu alle dokumentierten Gassen bef\u00fcllt werden m\u00fcssten. Es interessiert mich auf welchen Grundlagen und nach welchen Gesichtspunkten die\u00a0 Anlage von Maschinenwegen erfolgt und in welcher Gr\u00f6\u00dfenordnung dies in den letzten Jahren im Sch\u00f6nbuch geschehen ist?<br \/>\nViele Menschen haben mit einer gro\u00dfen Erleichterung und auch mit Hoffnung den Erlass zum Schutz des alten Buchenbestandes in Baden-W\u00fcrttemberg aufgenommen. Zuvor je-doch, wurde der Bestand landesweit dezimiert. In vielen Best\u00e4nden des Landes wird heute mehr Holz eingeschlagen als nachwachsen kann, allein des Geldes wegen- Holzrausch! Das sagen Forstleute! Sie erw\u00e4hnen den Eichenfirst im Sch\u00f6nbuch als Beispiel gelungener Bewirt-schaftung? Dort wurden noch vor Bekanntgabe des Erlasses mehr als 1100 Buchen im Alter von 120 und mehr Jahren, mehr als drei\/viertel des Altbestandes eingeschlagen. Generationenwechsel? Verkehrssicherungsma\u00dfnahme? Naturnahe Waldwirtschaft? Verj\u00fcn-gung? Eine Auswahl aus der Flut an Begriffen die ForstBW zur Selbstdarstellung verwendet, habe ich zur Collage Waldmanns Welt gef\u00fcgt und in den Anhang gestellt.<br \/>\nFest steht, dass die Maschineneins\u00e4tze im Eichenfirst schwere Bodensch\u00e4den bewirkt haben.<br \/>\nEs entbehrt jeglicher Grundlage die Zerst\u00f6rung in den\u00a0 W\u00e4ldern fortzuf\u00fchren und sch\u00f6n zu reden! Die Gemeinschaft heute und die Generationen die uns folgen haben das Grundrecht auf den Schutz der B\u00f6den im Allgemeinen, den Schutz Waldbodens im Besonderen, auf eine schonende Holznutzung im Sch\u00f6nbuch und in den W\u00e4ldern Baden-W\u00fcrttembergs. Die Landesregierung ist aufgefordert die Waldnutzung neu zu entwerfen. Die Menschen fordern dies, weil sie die Grundlage des Lebens, den Schutz des Bodens, auf eine sichere Grundlage gestellt wissen wollen. Es ist an der Zeit und ist mehr als berechtigt! Der Forst kann sich, wenn er das will, ideenreich einbringen.<br \/>\nIch glaube fest, dass in einem Modell Sch\u00f6nbuch, Menschen, Waldnutzung, der Schutz von Lebensr\u00e4umen und Lebensmustern mit\u00a0 Ihren Lebewesen \u00f6kologisch verbunden und Nach-haltigkeit anschaulich gemacht werden k\u00f6nnte. Ein aufmerksames Auditorium von 5 Millio-nen Besuchern w\u00fcrde dies teilen und wertsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Mit dieser Hoffnung gr\u00fc\u00dfe ich Sie herzlichst.<br \/>\nHarald Kunz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Graf B\u00fclow, danke f\u00fcr Ihre Mail mit Ihrer Antwort auf mein Schreiben vom 10. Juni 2014. Ich will Ihnen\u00a0 wie folgend antworten: Der Anlass unserer Korrespondenz sind die Eins\u00e4tze der Forstmaschinen im Sch\u00f6nbuch. 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