{"id":1574,"date":"2016-04-22T13:06:59","date_gmt":"2016-04-22T11:06:59","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?p=1574"},"modified":"2016-10-13T09:01:37","modified_gmt":"2016-10-13T07:01:37","slug":"diskussion-der-forsteinrichtung-in-aichtal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?p=1574","title":{"rendered":"DISKUSSION DER FORSTEINRICHTUNG IN AICHTAL"},"content":{"rendered":"<p>Der Gemeinderat verabschiedet die Forsteinrichtung von 2017-2025<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><u>AMTSBLATT &#8211; ZUR STELLUNGNAHME DER CDU-BLA <\/u><\/strong><\/p>\n<p>Was ist eigentlich Verunglimpfung?<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Fuhr,<\/p>\n<p>gerne m\u00f6chte ich auf Ihren Bericht Bezug nehmen. Meinen Artikel empfinde ich keinesfalls als ver\u00adunglimpfend \u2013 oder setzen Sie Kritik \u00fcben mit Verunglimpfung gleich? Ich habe mir er\u00ad\u00adlaubt, die Frage zu stellen, wo denn die Argumente, gegen unsere, mit viel Engagement erarbeitete und vorgetra\u00adge\u00adne Kompromissvorschl\u00e4ge sind? Diese habe ich in der Sitzung leider vermisst. Besonders Ihre Frak\u00adtion hat sich in keiner Weise an der Diskussion beteiligt. Auch in Ihrer &#8220;Gegendarstellung&#8221; fand ich keine inhaltliche Antwort, sondern leider nur den Vorwurf der Verunglimpfung, der wieder\u00adum vom eigentlichen Thema ablenkt!<\/p>\n<p>Zum Thema \u201eVertrauen\u201c: Sp\u00e4testens seit dem Holzeinschlag im Winter 2014\/15 (mit massiven Bo\u00adden\u00adsch\u00e4den &#8211; unter teilweiser Missachtung der Richtlinien von Forst BW) hat mein Vertrauen in die Institution \u201eForstBW\u201c gelitten. Deshalb sehe ich &#8211; besonders bei diesem Thema &#8211; meine Aufgabe als Gemeinderat nicht in (blindem) Vertrauen sondern in einem \u201ekritisch konstruktiven Begleiten\u201c. Ich w\u00fcnsche mir, dass unsere Forstwirtschaft nicht den wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsaspekt in den Vordergrund r\u00fcckt, sondern in besonde\u00adrem Ma\u00dfe die \u00f6kologische Vertr\u00e4glichkeit und die Grenzen der Regenerations\u00adf\u00e4higkeit von verdichteten und erodierten B\u00f6den ber\u00fccksichtigt. Die gro\u00dfe Chance durch entsprechende Vorgaben an \u201eForstBW\u201c einer weiteren Zerst\u00f6rung unserer heimischen Waldb\u00f6den Vorschub zu leisten wurde leider vertan!<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Harrer<\/strong> <strong>SPD Ortsverein<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>AMTBLATT \u2013 ZUR R\u00dcCKSCHAU DER SPD-UL UND GR\u00dcNE IM GEMEINDERAT<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Es ist schon erstaunlich und nicht nachzuvollziehen, wie von Herrn J\u00f6rg Harrer \u00fcber den Tagesord\u00adnungspunkt \u201eForsteinrichtung 2017 bis 2025\u201c aus der Gemeinderatsitzung am 24.02.16 berichtet wird. Nach einer, wie er selbst formuliert, \u2026\u201cleidenschaftlich und emotionsgeladenen Diskussion\u201c\u2026 hat die Mehrheit des Gremiums so wie auch Herr B\u00fcrgermeister Kru\u00df nicht so votiert, wie von Seiten der SPD\/UL und auch von den Gr\u00fcnen beantragt wurde. Vorgeworfen wird der Mehrheit, \u2026\u201ces ist ja so einfach, Vorschl\u00e4ge (von SPD\/UL und Gr\u00fcnen) einfach vom Tisch zu wischen\u201c\u2026und dies \u2026\u201cmit wel- cher Begr\u00fcndung eigentlich?\u201c\u2026 Nach unserem Verst\u00e4ndnis wird eine leidenschaftliche und emo\u00adtions\u00adgeladene Diskussion mit Argumenten und Gegenargumenten gef\u00fchrt, aber da das Ergebnis der Ab\u00adstimmung nicht den Vorstellungen des Schreibers entsprach, gibt es eben keine Begr\u00fcndung mehr. Herr Harrer unterstellt der Mehrheit, ohne Sachverstand ent\u00adschieden zu haben, den er nur den Kol\u00adlegen zubilligt, die sich seit Jahren mit viel Herzblut der kom\u00adple\u00adxen Materie widmen. Letzteres ist grunds\u00e4tzlich positiv zu bewerten, aber die daraus gezoge\u00adnen Schl\u00fcsse sind dreist. Woher nimmt Herr Harrer eigentlich das Recht, anders Denkende zu ma\u00dfregeln und \u00f6ffentlich zu verunglimpfen? Wir wollen dem Schreiber nicht mangelndes Demokratieverst\u00e4nd\u00adnis vorwerfen, aber wir nehmen f\u00fcr uns in Anspruch, dass wir im Sinne der Gemeindeordnung unab\u00adh\u00e4ngig unser Votum abgegeben ha\u00adben und dabei auch die Argumente und den Bericht der f\u00fcr die Stadt seit Jahren zuverl\u00e4ssig und verantwortungsbewusst t\u00e4tigen Forstleute mit gewichtet haben. Wir w\u00fcrden es begr\u00fc\u00dfen, wenn sich auch Herr Harrer eine gewisse Portion Vertrauen zu Eigen ma\u00adchen k\u00f6nnte. Im \u00dcbrigen hat die Stadt\u00adverwaltung \u00fcber das Thema Forstein\u00adrichtung im selben Mittei\u00adlungsblatt berichtet und umfassend informiert.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die CDU\/BLA \u2013 Fraktion: Jost &#8211; W. Fuhr<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>AMTBLATT-R\u00dcCKSCHAU FORSTEINRICHTUNG IM GEMEINDERAT<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>Forsteinrichtung 2017 bis 2026<\/strong><\/p>\n<p>In der Sitzung vom 24.02.16 wurde ein Thema sehr leidenschaftlich und emotionsgeladen diskutiert: Die \u201eForsteinrichtung\u201c der n\u00e4chsten 10 Jahre, d.h. wie wollen wir unseren Stadtwald zuk\u00fcnftig ent\u00adwickeln und bewirtschaften? Einstimmig wurde ein \u201eAlt- und Totholzkonzept\u201c beschlossen. Nach Vor\u00adgaben des Landes werden wir k\u00fcnftig 10-15% unserer Waldfl\u00e4che einer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen. Dies wird Ausweisung von Habitatbaumgruppen und Waldrefugien realisiert. Die Diskus\u00adsion entbrannte beim Thema \u201eUmsetzung der Feinerschlie\u00dfungsrichtlinien und des R\u00fccke\u00adgassen\u00adkon\u00adzepts von Forst BW\u201c. Der Gemeinderat musste an der Stelle entscheiden, ob wir in unserem Stadt\u00adwald weitermachen wie bisher, und unter dem Einsatz schwerster Maschinen die Waldb\u00f6den (bis zu 15%) auch zuk\u00fcnftig irreparabel sch\u00e4digen. Nach dem Konzept des Forstes beschr\u00e4nkt sich das Befah\u00adren der Waldb\u00f6den, mittels schwerer Maschinen, auf die R\u00fcckengassen. Die Fahrspurtiefe ist auf max. 40 cm begrenzt und auf bis zu 10% der Fl\u00e4che sind zudem noch tiefere Spuren zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Ist dieser Weg alternativlos?<\/p>\n<p>Wir meinen keinesfalls- und, wir haben dies in den letzten Jahren auch immer wieder ge\u00e4u\u00dfert. Der Forst selbst, formuliert in seinen Richtlinien \u201eBodenschutz ist ein zentrales Anliegen\u201c. Auch das Wald\u00adgesetz BW fordert klar und eindeutig, die B\u00f6den und Bodenfruchtbarkeit bei der Bewirtschaf\u00adtung sch\u00fc\u00ad\u00adtzen.<\/p>\n<p>Wir sind der Meinung, dass der inzwischen \u00fcber 300 Jahre alte Nachhaltigkeitsgedanke im Sch\u00f6n\u00adbuch \u00fcber allem stehen muss. Durch die praktizierte Waldbewirtschaftung von Forst BW wird der Bo\u00addenschutz jedoch \u201emit F\u00fc\u00dfen getreten\u201c. Es gab genug konkrete (Kompromiss)Vorschl\u00e4ge in der Si\u00adtzung, in Richtung schonendere Behandlung unserer st\u00e4dtischen Waldb\u00f6den. Die SPD\/UL forderte, auf eine Neubefahrung der B\u00f6den (Neuanlegung von R\u00fcckengassen), zu verzichten. Die GR\u00dcNEN schlugen eine Ausweitung der Schutzbereiche auf 20% vor (z.B. zum Schutz von besonders befah\u00adrungsempfindlichen B\u00f6den, wie z.B. den Tonb\u00f6den bei Neuenhaus), aber auch eine Verringerung der zul\u00e4ssigen Spurtiefe. Beide erneuerten wir unsere Forderungen der letzten Jahre, die Bodenbe\u00adschaf\u00adfenheit, sowie das Wetter viel st\u00e4rker bei der Holzernte zu ber\u00fccksichtigen und leichteres boden\u00adscho\u00adnenderes Ger\u00e4t einzusetzen. Auf eine Nutzung unseres Waldes wollen auch wir nicht \u00a0verzichten, es sei denn, dass dies nur zu Lasten unverantwortlicher Bodensch\u00e4den m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Liebe Kollegin und Kollegen der FW, FDP, CDU\/BLA, auf das was im Staatswald unserer Gemarkung passiert, haben wir keinen Einfluss. Der Gemeinderat von Aichtal hatte jedoch die Chance, dass die Waldbewirtschaftung in unserem Stadtwald zuk\u00fcnftig anders l\u00e4uft. Es lagen konkrete Kompro\u00admiss\u00advorschl\u00e4ge von Kollegen vor, die sich dieser komplexen Materie seit Jahren \u201emit viel Herzblut und vor allem Sachverstand\u201c widmen. Aber es ist ja so einfach, Vorschl\u00e4ge vom Tisch zu wischen. \u00a0Mit wel\u00adcher Begr\u00fcndung eigentlich? M\u00f6gliche finanzielle Ausf\u00e4lle durch eine pfleglichere Bewirt\u00adschaftung (an befahrungsempfindlichen Stellen) oder auch Bewirtschaftungsverzicht in unserem Stadtwald? Das d\u00fcrfen nicht unsere Argumente sein! Nicht der erwirtschaftete Gewinn sollte unser Handeln lei\u00adten, sondern Nachhaltigkeit und das Gemeinwohl. \u00a0Unserer Bev\u00f6lkerung ist der Sch\u00f6n\u00adbuch, als intak\u00adtes Naherholungsgebiet und \u00d6kosystem viel zu wichtig. Deshalb werden wir jetzt &#8211; umso mehr &#8211; ein wachsames Auge auf die Bewirtschaftung des kleinsten und \u00e4ltesten Baden-W\u00fcrt\u00adtembergs, auf unse\u00adrer Gemarkung richten. \u201emit R\u00fcckengassensch\u00e4den dieser Art m\u00fcssen wir auch zuk\u00fcnftig in unserem Stadtwald rechnen\u201c.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die SPD\/UL, J\u00f6rg Harrer<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>AMTBLATT-R\u00dcCKSCHAU FORSTEINRICHTUNG IM GEMEINDERAT<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>Forsteinrichtung 2017 bis 2026<\/strong><\/p>\n<p>In der letzten Gemeinderatsitzung stand die Forsteinrichtung 2016-2026 auf der Tagesordnung. Darin werden die Eigent\u00fcmerziele, also die Ziele der Stadt Aichtal im Stadtwald und die Richtlinien zur Waldbewirtschaftung im Stadtwald f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre festgelegt. Da in den letzten Jahren zunehmend Beschwerden von B\u00fcrgern kamen, dass die R\u00fcckegassen nach der Holzernte schwerste<\/p>\n<p>Sch\u00e4den aufweisen, haben die Gr\u00fcnen den Antrag gestellt, 20% der besonders befahrungsem\u00adpfin\u00add\u00adlichen Waldfl\u00e4chen aus der Nutzung zu nehmen. Die Empfehlung der Stadtverwaltung liegt bei 10-15%. Zus\u00e4tzlich zum Schutz der B\u00f6den k\u00f6nnen f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen \u00d6kopunkte gutgeschrieben wer\u00adden, die Aichtal f\u00fcr zuk\u00fcnftige Bauma\u00dfnahmen dringend ben\u00f6tigt. Ein weiterer Antrag betraf die Obergrenze der Fahrspursch\u00e4den auf den R\u00fcckegassen. Die jetzige Grenze in der Konzeption der Landesforstverwaltung liegt bei 40cm \u2013 wir beantragten einen Grenzwert von 20cm. Mit Erreichen dieses Grenzwertes ist die Arbeit auf der R\u00fcckegasse einzustellen. Leider wurden beide Antr\u00e4ge und auch ein zus\u00e4tzlicher Antrag der SPD, keine neuen R\u00fcckegassen mehr anzulegen mit knapper<\/p>\n<p>Mehr\u00adheit abgelehnt. Die Argumente der Gr\u00fcnen und der SPD Fraktion konnten die geschlossenen Reihen der CDU, FUW, FDP und des B\u00fcrgermeister nicht \u00fcberzeugen. Sehr gefreut hat uns die Aussage der Forstexperten, die sich auch eine Bewirtschaftung mit diesen Einschr\u00e4nkungen h\u00e4tte<\/p>\n<p>vorstellen k\u00f6nnen. Wir werden weiterhin die Holzernte in unserem Gemeindewald kritisch beobachten und bitten die Waldbesucher uns hierbei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Fraktion der Gr\u00fcnen: J\u00fcrgen Steck<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><u>Stadt Aichtal- Gemeinderatssitzung vom 24.2.2016<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>Forsteinrichtung 2017 bis 2025<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Kru\u00df begr\u00fc\u00dfte bei diesem Tagesordnungspunkt Vertreter der unteren Forstbeh\u00f6rde. Diese werden die Forsteinrichtung f\u00fcr Aichtal begleiten und wissen um die individuellen Zielsetzun\u00adgen Aichtals. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Forsteinrichtung ist die Forstdirektion, die beim Regierungspr\u00e4sidium Freiburg an\u00adgesiedelt ist. Der Beauftragte der Forstdirektion macht in einem ersten Schritt im Wald Inventur, pr\u00fcft, was in den letzten zehn beziehungsweise elf Jahren im Aichtaler Wald gemacht wurde und steigt dann im letzten Schritt in die Planung des neuen Forsteinrichtungswerks ein. Dabei m\u00fcssen gesetzliche Vorgaben, Zertifizierungsvorgaben und beispielsweise Vorgaben wie FFH-Naturschutzka\u00adtegorien beachtet werden. FFH steht hier f\u00fcr Flora, Fauna, Habitat. In einem Fragenkatalog werden die Ziele der Stadt festgehalten. Zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes wurden die sechs so\u00adgenannten Helsinki-Kriterien erarbeitet. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise die Walderhaltung, die Arten\u00advielfalt, Schutzfunktion aber auch Sozial- und Erholungsfunktion. Zur Erhaltung der Artenvielfalt dient das Alt- und Totholzkonzept. Dieses Konzept beruht auf einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Viele Arten sind auf Totholz als Lebensraum oder zur Fortpflan\u00adzung angewiesen. Die EU machte deshalb gewisse Vorgaben, die im Wald umzusetzen sind. Die wich\u00adtigsten Komponenten dieses Konzepts sind Waldrefugien und Habitat-Baumgruppen. Nach den Vor\u00adgaben des Landes Baden-W\u00fcrttemberg sollen dadurch rund 10 % der Waldfl\u00e4che einer nat\u00fcr\u00adli\u00adchen Entwicklung \u00fcberlassen werden. Diese Waldfl\u00e4chen, die mindestens einen Hektar gro\u00df sein m\u00fcssen, werden k\u00fcnftig nicht mehr gen\u00fctzt. Zwischen diesen Waldrefugien m\u00fcssen Habitat-Baumgruppen ausgewiesen werden. Diese nimmt man ebenfalls aus der Nutzung heraus, allerdings nur so lange, bis sie sich aufgel\u00f6st haben. Auf jeweils drei Hektar Waldrefugien ist eine solche Baumgruppe auszuwei\u00adsen. Die Waldrefugien sind \u00f6kokontof\u00e4hig, alles wird kartiert. Im Stadtwald werden insgesamt 12 Fl\u00e4chen mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 35 Hektar als Waldrefugium ausgewiesen. Die Baumgruppen werden im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre entsprechend festgelegt. Mit der Ausweisung sind nat\u00fcrlich Nutzungs\u00adverzichte verbunden, deshalb werden unter anderem auch Extremstandorte genommen, die teil\u00adwei\u00adse schon l\u00e4nger nicht mehr bewirtschaftet wurden, also extrem feuchte oder steile Fl\u00e4chen.<br \/>\nDer F\u00f6rster ging auf die Feinerschlie\u00dfung und das Holzr\u00fccken ein. R\u00fcckegassen sollen im Abstand von 40 m sein und es soll nur noch auf festen Linien gefahren werden. Diese Gassen werden markiert. Die maximale Fahrspurtiefe liegt bei 40 cm. Ziel ist es, durch eine verbesserte Technik die Befahrbarkeit der R\u00fcckegassen zu verbessern. Auch die Entzerrung von Holzeinschlag und Holzr\u00fccken ist ein Mittel, den Boden der R\u00fcckegassen zu schonen. Im Stadtwald ist der Einsatz eines Seilkrans schwierig, da die Hanglagen zu kurz sind und in der Ebene die Masse fehlt. Auch das Pferder\u00fccken ist nur einge\u00adschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Pferde k\u00f6nnen nur begrenzt Holz r\u00fccken, danach kommt immer die Maschine.<br \/>\nIm Gemeinderat wurde bem\u00e4ngelt, dass in den Vortr\u00e4gen der F\u00f6rster der Bodenschutz keine Rolle spielt. Dieser war einigen Stadtr\u00e4ten jedoch sehr wichtig. Zu viele B\u00f6den sind bereits jetzt stark ver\u00addichtet. W\u00fcnschenswert w\u00e4re eine Verringerung der Fahrspurtiefe auf 20 cm. Gerade bei den proble\u00admatischen B\u00f6den des Stadtwaldes w\u00e4re dies wichtig. R\u00fcckegassen zerst\u00f6ren den Boden auf 40 Jahre und noch l\u00e4nger hinaus, deshalb sollten hier Kompromisse gefunden werden. Vor allem feuchte B\u00f6\u00adden sollten nicht mehr befahren werden. Gefordert wurde auch ein Verzicht auf die Anlegung neuer R\u00fcckegassen. Von allen begr\u00fc\u00dft wurde das Totholzkonzept. Die F\u00f6rster stellten klar, dass der Wald nur mit Hilfe von R\u00fcckegassen genutzt werden kann. Langfris\u00adtig wird heimisches Holz sowohl als Heizmaterial wie auch als Baustoff f\u00fcr M\u00f6bel gebraucht. Auch im Hinblick auf den Tierschutz beim R\u00fccken mit Pferden kann auf Maschinen nicht verzichtet werden. Vorrangig wird mit den bestehenden Gassen gearbeitet, neue werden nur noch angelegt, wenn es \u00fcberhaupt nicht mehr anders geht. Nicht alle Stadtr\u00e4te sahen Probleme. Vielen war es auch ein Anliegen, den F\u00f6rstern ihre Kompetenz nicht abzusprechen und es deren Ermessen zu \u00fcberlassen, was zur Holzernte notwendig ist. Neben der Erholungsfunktion des Waldes ist auch der wirtschaftliche Aspekt der Holzernte wichtig. Mehrheitlich wurden Antr\u00e4ge wie eine maximale Fahrspurtiefe von 20 cm oder die Erh\u00f6hung der Waldfl\u00e4che f\u00fcr das Totholzkonzept auf 20 % abgelehnt. Ebenso wurde abgelehnt, keine neuen R\u00fcckegassen mehr anzulegen. Mehrheitlich wurden damit folgende Beschl\u00fcsse gefasst: Die von der Verwaltung genannten Eigent\u00fcmerziele werden f\u00fcr die Forsteinrichtung 2017 bis 2026 vorgegeben und umgesetzt. Das f\u00fcr den Staatswald entwickelte Alt- und Totholzkonzept und die damit verbundene Ausweisung von Waldrefugien und Habitatbaumgruppen wird anerkannt und zur Umsetzung im Stadtwald beschlossen. Hierf\u00fcr werden 10 bis 15 % der Waldfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Richtlinie der Landesforstverwaltung Baden-W\u00fcrttemberg zur Feinerschlie\u00dfung von Waldbest\u00e4nden aus dem Jahre 2003 ist im Stadtwald verbindlich umzusetzen. Zum Holzr\u00fccken d\u00fcrfen nur noch 6- bzw. 8-Rad-Maschinen mit B\u00e4ndern oder vergleichbarer beziehungsweise besserer Technik eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gemeinderat verabschiedet die Forsteinrichtung von 2017-2025<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[270,271,267,28,268,24,40,99,274,275,273,277,276,249,1165,27,266,272,269,884],"class_list":["post-1574","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-der-wald","tag-6-rad-maschinen","tag-8-rad-maschinen","tag-amtsblatt-aichtal","tag-bodenschaeden","tag-buergermeister-kruss","tag-forst-bw","tag-forsteinrichtung","tag-holzernte","tag-joerg-harrer","tag-jostw-fuhr","tag-juergen-steck","tag-kommunalwald","tag-koerperschaftswald","tag-naturpark-schoenbuch","tag-physikalischer-bodenschutz","tag-rueckegassen","tag-stadt-aichtal","tag-totholzkonzept","tag-ufb-esslingen","tag-waldbodenverluste"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1574","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1574"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1574\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1577,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1574\/revisions\/1577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1574"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1574"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/waldkritik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}