{"id":315,"date":"2014-09-22T19:48:52","date_gmt":"2014-09-22T17:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/waldkritik.de\/?p=315"},"modified":"2016-08-07T13:07:01","modified_gmt":"2016-08-07T11:07:01","slug":"die-gelbbauchunke-im-schoenbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldkritik.de\/?p=315","title":{"rendered":"Die Gelbbauchunke im Sch\u00f6nbuch"},"content":{"rendered":"<p>Die Gelbbauchunke, erf\u00e4hrt durch die Forstverwaltung besondere Aufmerksamkeit und dieser folgend besonderen Schutz. Dies haben deren Vertreter bei der Informationsveranstaltung im Februar im Sch\u00f6buch bekundet.<br \/>\nDurch die trockenen Monate bedingt, haben die Amphipien sp\u00e4ter gelaicht.<br \/>\nIn den R\u00fcckegassen finden sich Kaulquappen und Jungkr\u00f6ten. Die Forstverwaltung T\u00fcbingen hat mit der Holzernte begonnen. In diesem Zusammenhang\u00a0 hat sich die Initiative mit folgender Mail an die Forstverwaltungen der Anrainerkreise B\u00f6blingen, Esslingen, Reutlingen und T\u00fcbingen mit folgendem offenen Brief gewandt:<\/p>\n<p>Sehr geehrter Graf B\u00fclow, sehr geehrter Herr Gamerdinger, lieber Reinhold,<br \/>\nsehr geehrter Herr Watzek,<\/p>\n<p>durch starke Regenf\u00e4lle bedingt haben sich viele R\u00fcckegassen mit Wasser gef\u00fcllt. Bei meinen Spazierg\u00e4ngen im Sch\u00f6nbuch habe ich an den unterschiedlichsten Standorten regelm\u00e4\u00dfige Vorkommen der Gelbbauchunke festgestellt. Es finden sich sowohl Kaulquappen als auch Jungtiere in den Kleinstgew\u00e4ssern. N\u00e4hert sich man den Nassstellen geraten die\u00a0 Kaulquappen, durch die, durch die Schritte ausgel\u00f6sten Ersch\u00fctterungen in helle Aufregung. Bei weiterer Ann\u00e4herung versuchen die Tierchen panikartig Schutz zu finden. Neben den Kaulquappen regen sich Jungkr\u00f6ten. Die Schwimmbewegungen der Amphibien geraten ruckartig. Sie wollen abtauchen, doch der gepresste Lehm l\u00e4sst ein Ausweichen nicht zu. Ich ergreife einen untergetauchten Schwimmer und\u00a0 umschlie\u00dfe ihn mit meiner Hand. Sein K\u00f6rper bebt. Ich wende ihn vorsichtig&#8230;die gelb-orange Grundf\u00e4rbung des Bauches mit seinen dunklen Sprengeln f\u00e4llt mir ins Auge. Das kleine Lebewesen ist in h\u00f6chster Aufregung. An die Wasseroberfl\u00e4che zur\u00fcckgesetzt, taucht es aus offener Handfl\u00e4che in das Wasser ein&#8230;<\/p>\n<p>Im Kirnbachtal hat die diesj\u00e4hrige\u00a0 Holzernte mit der Befahrung von Feuchtzonen begonnen. Nach Paragraph 44 BNatSchG, ist die Gelbbauchunke eine streng gesch\u00fctzte Art, der Sch\u00f6nbuch ist FFH-und Vogelschutzgebiet. Die Lebensraumbedingungen seiner Bewohner d\u00fcrfen nicht verschlechtert werden.\u00a0 Die Kaulquappen d\u00fcrfen nicht verletzt oder get\u00f6tet werden, ein Fangen und umsetzen ist ohne Genehmigung nicht erlaubt. Die Gassen sind nicht zu durchfahren oder zu zusch\u00fctten. Die Forstverwaltung hat die Pflicht vor einer Befahrung den Sachverhalt einzeln festzustellen und die Arbeit gegebenenfalls auszusetzen. Deshalb bitte ich Sie darum, den Sachverhalt f\u00fcr jeden geplanten Holzernteabschnitt im Sch\u00f6nbuch durch einen Sachverst\u00e4ndigen unmittelbar und sofort \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen und die Arbeitsma\u00dfnahmen, liegen Befunde f\u00fcr die Anwesenheit der Kr\u00f6ten vor, auszusetzen.<\/p>\n<p>Bei der Informationsveranstaltung im Sch\u00f6nbuch hat sich die Forstverwaltung\u00a0 nachdr\u00fccklich zum Schutz der Unke bekannt. Zuvor schon hat man in jeder Dienststelle und zu jeder Gelegenheit das Bekenntnis ausgewiesen. Dieses Versprechen k\u00f6nnen Sie nun einl\u00f6sen.<br \/>\nIch m\u00f6chte zu bedenken geben, dass in den Erhaltungszielen des FFH -Schutzgebiet Sch\u00f6nbuchs, der Schutz der Gelbbauchunke gefordert ist. Der Managementplan, der eine Abstimmung der Holznutzung auf die Lebensr\u00e4ume der Gelbbauchunke erm\u00f6glichen w\u00fcrde liegt nach 21 Jahren(!) noch immer nicht vor.(?)<\/p>\n<p>Die Kr\u00f6te ist eine f\u00fcr jedermann sichtbare Spezies. Der Sch\u00f6nbuch ist ein wunderbarer Organismus und die Kr\u00f6te ist ein Teil desselben. Diesen Organismus in seiner Lebenskraft zu unterst\u00fctzen ist aus meiner Sicht die eigentliche Aufgabe des Forstes. Es wird ein Waldbaukonzept notwendig, welches den Wald des Jahres 2014 in einen Zustand versetzt, gesch\u00fctzt, gest\u00e4rkt, umhegt, die Ressourcen beispielhaft bewahrend und eine hierauf abgestimmte Nutzung modellhaft betreibend, zu entwickeln sein. Ich denke , dass dies sicherlich auch in ihrem Sinne ist.<\/p>\n<p>Ich bitte Sie um Antwort.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Harald Kunz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gelbbauchunke, erf\u00e4hrt durch die Forstverwaltung besondere Aufmerksamkeit und dieser folgend besonderen Schutz. Dies haben deren Vertreter bei der Informationsveranstaltung im Februar im Sch\u00f6buch bekundet. Durch die trockenen Monate bedingt, haben die Amphipien sp\u00e4ter gelaicht. In den R\u00fcckegassen finden sich Kaulquappen und Jungkr\u00f6ten. Die Forstverwaltung T\u00fcbingen hat mit der Holzernte begonnen. 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