Beschädigung von Wald- und Radwegen im Schönbuch bei der Holzernte

Über die Bodenschäden im Zusammenhang mit dem Einsatz schwerer Erntemaschinen bei der Holzernte wurde in den letzten Jahren in Wort und Bild viel berichtet. Beim Gang durch den Schönbuch gewinnt man den Eindruck, daß diese Darstellungen bei den
Verantwortlichen einen gewissen Eindruck hinterlassen haben. Es ist zu beobachten, daß nach aktuellen Erntemaßnahmen in viel stärkerem Umfang versucht wird , die Beschädigungen „unsichtbarer“ zu machen. Es werden Schäden in beachtlichem
Umfang durch Holzreste und Äste abgedeckt bzw. in zunehmendem Maße Steine in befahrene Rückegassen ausgebracht.

Echte Verbesserungen sind mir aber bisher nicht begegnet.

Aus aktuellem Anlaß möchte ich heute auf einen bisher weniger im Mittelpunkt stehenden Punkt hinweisen. Jeder Waldbesucher trifft überall nach Forstarbeiten auf sehr beschädigte Wege und Wegränder. Die Wege sind oft so verdreckt und aufgewühlt,
daß sie kaum mehr begehbar und mit normalen Fahrrädern nicht befahrbar sind. Optisch wird die Schönheit auf langen Strecken durch das maschinelle Bechneiden der Wegränder in Verbindung mit dem Liegenlassen des Schnitts stark beeinträchtigt.
In der Nähe von Kurorten würde das automatisch zum Ausbleiben von Besuchern führen.
Ein aktueller Fall ist mir heute im Kirnbachtal auf dem Hohenzollern-Radweg begegnet. Obwohl offenbar die Erntemaßnahmen abgeschlossen sind und deutlich erkennbar ist, daß die größten Wegschäden maschinell „abgehobelt“ wurden, ist der Weg auf einer längeren Strecke mit dem Rad nicht mehr befahrbar und zu Fuß steckt man knöcheltief im Dreck. Wenigstens bei einem so propagierten Fernradweg könnte man mehr Sorgfalt erwarten. Einem Privatmann würde man ein solches Ergebnis niemals durchgehen lassen.

Gespräche mit Waldbesuchern und Radfahrern bestätigen eindrucksvoll, daß dies für fast alle ein wichtiges Thema ist und kaum Verständnis findet.

Rolf Benzinger
Dipl.Kfm.
71093 Weil im Schönbuch

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