Ist der FSC ein Geheimbund?

Liebe Freunde der Initiative „Waldkritik“,Till_Eulenspiegel

Till Eulenspiegel ist ein Mensch, der den Herrschenden bisweilen den Spiegel vorzuhalten beliebt! So geschehen am 11.12.2014 bei dem die Initiative „Waldkritik“ vom durch den FSC beauftragten Auditor als sogenannte beschwerdeführende Interessengruppe – Neudeutsch ‚Stakeholder‘ – geladen war, im Schönbuch die bei der letzten Holzernte verursachten Bodenschäden dem FSC Auditor persönlich zur Kenntnis zu bringen.

Gesagt – getan, wir waren bereit! Doch plötzlich – nur wenige Tagen, ja Stunden vor dem Termin, wurden uns zunächst nur in englischer Sprache die Bedingungen unserer Teilnahme an dem Audit zur Kenntnis gebracht. Nachdem wir von Natur aus vorsichtige Menschen sind, haben wir zunächst versucht, zu einer juristisch verlässlichen deutschen Übersetzung des englischen Textes zu gelangen.

Ein böses Erwachen! Wir mußten feststellen, daß wir uns schriftlich dazu verpflichten sollten, weder während noch nach dem Audit das sogenannte „Maul aufzumachen“. Wir fragen, kann das denn wahr sein, handelt es sich bei einem FSC Audit um ein Zusammentreffen von Mitgliedern eines Geheimbundes, bei dem sich jeder Anwesende dazu verpflichtet, über die Inhalte der Zusammenkunft absolutes Stillschweigen zu bewahren? Ein Schelm der argwöhnt hier könnten bestimmte Interessengruppen Ihr ganz eigenes Süppchen kochen.

Nun! Nachdem wir uns des Inhaltes der procedere-Richtlinien voll bewußt wurden, sahen wir uns dann doch – buchstäblich in letzter Minute – dazu veranlasst, an den Auditor „Herrn K.“ folgende Absage-Email zu verfassen:

„Sehr geehrter Herr K.,

da Sie uns bisher (genauer erst seit diesem Montag) den Text zum procedere des morgigen Audit nur auf Englisch überlassen konnten, hat es ein paar Tage gedauert, bis wir uns darüber Klarheit verschafft haben, welche Richtlinien für den morgigen Tag gelten. Wenn wir den Inhalt richtig verstehen, dann ist das procedere für beobachtenden Teilnehmer so geregelt,

daß wir vor Beginn des Audits diese Regeln schriftlich anerkennen müssen,
daß wir nur mitgehen und beobachten dürfen, nicht selbst an der Bewertung aktiv teilnehmen dürfen, daß wir nicht photographieren dürfen UND daß wir uns zum anschließenden Stillschweigen über den Hergang des Audits verpflichten müssen.

Zudem kann der Auditor uns jederzeit ausschließen, wenn wir stören und ob wir stören, bestimmt der Auditor bzw. andere Interessengruppen, jedenfalls nicht wir…

Unter diesen Gesichtspunkten halten wir eine sogenannte „Stakeholder“-Beteiligung für eine reine Farce, um hinterher sagen zu können, „wir haben auch ‚Stakeholder‘ am Audit beteiligt“.

Bei solchen intransparenten, undemokratischen Regelungen lehnen wir es ab, die Rolle der Hofnarren zu spielen.

Da wir in dem Audit also nur das Recht haben mitzugehen, die Stellen anzuzeigen und ansonsten zu allem schweigen müssen und eigentlich nur gnädig das Verfahren beobachten dürfen, um dann hinter her sowieso nichts darüber veröffentlichen zu dürfen, halten wir das Ganze für ein derartig unwürdiges Spiel, das nur einer Scheinbeteiligung auf der glänzenden politischen Oberfläche dienen sollen, daß wir uns dafür nicht hergeben werden.

Als Initiative „Waldkritik“ sagen wir deshalb hiermit offiziell unsere Beteiligung an dem morgigen Audit ab.

Selbstverständlich überlassen wir es einzelnen Mitgliedern der Initiative selbst, ob Sie als Privatpersonen zu dem Treffpunkt am Saurucken morgen Mittag kommen werden.

Mit freundlichem Gruß
Initiative „Waldkritik“
Harald Kunz / Richard Koch / Rolf Benzinger / Dr. Andreas Luther“

Man muß bedenken, wir hatten uns über Monate recht viel Mühe gegeben haben, die Schäden entsprechend der FSC Richtlinien ordentlich darzustellen. Auf den beiden folgenden Fotos sieht man doch wohl recht gut, wo die Probleme liegen:

2013-11-18 15.14.16 2013-11-18 15.17.41Dokumentiert wurden alle Schäden in dem nachfolgenden Bericht:

Weiter zum Schadensbericht =>

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